Jahresrückblick 2023 aus dem Liegenschaftsamt


Bahnhofsgelände

Im Jahr 2022 wurde die Herstellung der Zentralen Busstation am Bahnhof beendet. Das Bauleitplanverfahren und die vereinfachte Umlegung zur Neuordnung der Grundstücke für das Bahnhofsgelände konnte 2023 abgeschlossen werden. Der Bebauungsplan erlangte am 06. Juli 2023 Rechtskraft, die darauf basierende Umlegung am 23. November 2023.

Entwicklung des Wohnbaugebietes „Südwestlich des Westrings“

Westring Erschließungsgebiet Luftaufnahme

Die Verwaltung und die mit der Entwicklung des Wohnbaugebietes beauftragte Entwicklungsgesellschaft haben auch 2023 an dem Projekt gearbeitet, wurden jedoch dadurch ausgebremst, dass der ZWO (Zweckverband Wasserversorgung für Stadt und Kreis Offenbach) erklärte, die ausreichende Versorgung des geplanten Neubaugebietes mit Trinkwasser nicht gewährleisten zu können. Von dieser fehlenden Wasserversorgung sind auch noch weitere Bauleitplanungen im Kreis Offenbach (z.B. Mainhausen) betroffen. Die parallel zum Bebauungsplanverfahren geführten Gespräche mit den Eigentümern über die Baulandumlegung waren erfolgreich, so dass die Umlegung zeitgleich mit dem Bebauungsplan Rechtskraft erlangen könnte.

Auch wurden weiterhin intensiv an den Planungen für die Erschließungsmaßnahmen gearbeitet und mit den Versorgungsträgern abgestimmt, so dass eine zügige Ausschreibung und Umsetzung der Baumaßnahmen erfolgen kann, sobald die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind.

Grundstücksan- und -verkäufe

Die Stadt Seligenstadt konnte auch im Jahr 2023 keine Wohnbaugrundstücke zum Kauf anbieten. Die wird erst wieder der Fall sein, wenn das geplante Neubaugebiet „Südwestlich des Westrings“ baureif ist. Die Liegenschaftsverwaltung konzentrierte daher weiter ihre Bestrebungen auf die Vermarktung der restlichen Grundstücke in den Gewerbegebieten „Südlich der Dudenhöfer Straße“ und „Nordring II“. Hier konnte nur ein Grundstücksgeschäft beurkundet werden. Auch der Immobilienmarkt leidet nach wie vor unter den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs, der Energiekrise und den gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten.

Insgesamt hat die Stadtverordnetenversammlung 2023 einen Verkauf in Höhe von ca. 204.000 € beschlossen. Tatsächliche Einnahmen konnten in Höhe von immerhin ca. 1,33 Mio. € erzielt werden, die zum Teil aus Verkäufen resultieren, die bereits 2022 beschlossen wurden.

Die Stadt erwarb im Rahmen der Bodenbevorratung zehn Garten- und Ackergrundstücke im Gesamtwert von ca. 46.500 Euro.

Forstwirtschaftliche Unternehmen - Stadtwald

Eichensetzlinge im Seligenstädter Stadtwald

Im Stadtwald Seligenstadt wurden aufgrund der Schäden durch Sturm, Borkenkäfer- und Pilzbefall verstärkt Wiederaufforstungen durchgeführt. Die im Jahr 2021 begonnenen und im Jahr 2022 fortgeführten Arbeiten, wurden auch 2023 fortgesetzt. Dennoch bleibt hier noch viel zu tun. Vom Bund wurde eine Förderung aus dem Programm KLAWAM (Klimaangepasstes Waldmanagement)“ in Höhe von rd. 23.600 € ausgezahlt.

Dennoch hat das forstwirtschaftliche Unternehmen Stadtwald im Jahr 2023 erwartungsgemäß einen erheblichen Verlust in Höhe von rd. 80.000 € erwirtschaftet.

Dem 2019 gegründeten Holzkontor Darmstadt-Dieburg-Offenbach, dem sich auch die Einhardstadt Seligenstadt angeschlossen hat, gehören mittlerweile 37 Kommunen an. Das Holzkontor Da-Di-Of vermarktet für diese Kommunen das Industrieholz und auch das Leseholz. Die noch im letzten Jahr durchgeführte Eigenvermarkung des Leseholzes durch die Einhardstadt Seligenstadt selbst konnte aufgrund der großen Nachfrage und des damit verbunden hohen Arbeitsaufwandes, insbesondere für den Revierförster, nicht weiter praktiziert werden. Zumal auch die Nachbarkommunen ihr Leseholz über das Holzkontor verkaufen und es dadurch zu einigen Verwirrungen kam. Hier konnten die veranschlagten Einnahmen nicht erzielt werden, da die Holzqualität durch die Kalamitäten (Schädlings- und Pilzbefall sowie Windbruch) schlechter war und somit niedrigere Preise erzielt wurden.

Bürgerhäuser und Festplätze

Der Betrieb in den Bürgerhäusern lief im letzten Jahr wieder normal. Im Jahr 2023 gab es neben der Dauerbelegung insgesamt 154 Veranstaltungen, davon 127 in den Bürgerhäusern und 27 auf den Festplätzen.

Im Riesen fanden 67 Veranstaltungen statt, davon 45 Vereinsveranstaltungen und 22 private bzw. gewerbliche Veranstaltungen (u. A. Theateraufführungen, Comedy-Veranstaltungen, Weihnachtsfeiern und Konzerte).

Im Bürgerhaus Froschhausen gab es 15 Vereinsveranstaltungen (Mitgliederversammlungen und Konzerte) und 12 private bzw. gewerbliche Veranstaltungen (Geburtstagsfeiern, Hochzeiten), somit insgesamt 27 Veranstaltungen.

Das Bürgerhaus Klein-Welzheim wurde für insgesamt 33 Veranstaltungen gebucht (24 Vereinsveranstaltungen und 9 private bzw. gewerbliche Veranstaltungen). Es handelte sich dabei u. A. um die 1250-Jahre-Feier, Konzerte, eine Tanz Gala und Hochzeiten.

Auf den Festplätzen fanden insgesamt 27 Veranstaltungen statt (u. A. Schlager-Festival, Vatertagsfeste, 1. Mai- und, Sommerfeste, Historisches Mostpressen, Oldiepräsenta, Kerb und Zirkusse).

Liegenschaften

In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziale Infrastruktur, die für die Unterbringung von Geflüchteten zuständig ist, wurde durch das Liegenschaftsamt mehrere Wohnungen für Menschen aus der Ukraine angemietet. Es werden auch weiterhin Wohnungen für das Tagesmütternetzwerk sowie Räumlichkeiten für die Einrichtung von Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete gesucht.

Außerdem wurde ein zentral gelegener Büroraum in Klein-Welzheim für die Unterbringung des Ortsgerichts und der Verwaltungsstelle für diesen Stadtteil gesucht und gefunden.

Auch der Umzug der Ordnungspolizei aus den beengten und schlecht erreichbaren Räumen im Obergeschoss des Einhardhauses in moderne und gut erreichbare Büroräume konnte in die Wege geleitet werden.

Grünpflege und Spielplätze

Auf dem Foto von links: Liegenschaftsmitarbeiter und Erster Stadtrat Michael Gerheim

Der Spielplatz im Amselweg wurde komplett saniert. Der Rutschenhügel wurde abgetragen und eine neue Spielkombination mit Rutsche und verschiedenen Kletter- und Balancierfunktionen eingebaut.

In der Berliner Straße wurden die Spielmöglichkeiten durch den Einbau einer neuen Wasserspielanlage mit Wasserpumpe, Wasserrinne und drei Matschtischen erweitert.

Der baufällige Geräteschuppen der Kita Niederfeld wurde abgebaut und der neue Schuppen an einer anderen Stelle aufgestellt, um mehr Platz für die spielenden Kinder zu schaffen.

Die Kinderkrippe Minimäuse in der Rodgaustraße erhielt ein neues Sonnensegel und der Spielhügel wurde umgestaltet.

Insgesamt hat die Stadt für diese vier größeren Maßnahmen einschließlich Montage und Fallschutz 103.500 Euro investiert.