Wie erkenne ich die invasive Ameisenart Tapinoma magnum?
Bevorzugter Lebensraum
Die Tapinoma magnum bevorzugen warme, sonnige und trockene Bereiche sowie sandige Böden unter Pflastersteinen. Hingegen im Grünen und im Rasen fühlt sich die Ameisenart nicht wohl.
Geruch
Zerdrückte Tapinoma-Ameisen verströmen einen ranzig buttrigen, auch acetonischen Geruch. Einheimische Ameisen riechen eher nicht, wenn man sie zerdrückt.
Aussehen
Die Tapinoma mangnum ist schwarz und zwei bis vier Millimeter groß. Bei den Tapinoma magnum Arten unterscheiden sich die Größen der Arbeiterinnen häufig, die Länge variiert zwischen 2,5 und 3,5 Millimeter. Sind die Ameisen gleich groß, ist es wahrscheinlich eine heimische Art.
Breite der Ameisenstraße
Die einheimische Wegameise bildet meist einspurige Ameisenstraßen. Tapinoma magnum hingegen bewegen sich regelrecht auf mehrspurigen Ameisen-Autobahnen.
Aussehen der Ameisenpuppen
Die Tapinoma magnum entwickelt sich aus Nacktpuppen ohne Kokon. So lassen sich bereits im Puppenstadium etwa Beine der Tiere erkennen. Die Farbe der Eier und Puppen ist weiß-transparent.
Was tun bei einem Verdachtsfall?
- Melden Sie Ihren Verdacht bitte dem Umweltamt oder Amt für Bau und Stadtentwicklung Abt. Tiefbau (siehe rechte Spalte)
Liegt ein Befall mit Schädlingen - insbesondere mit Insekten - vor, so sollte die Schädlingsart zunächst von einem Experten bestimmt werden. Eine korrekte Schädlingsbestimmung ist Voraussetzung für die Durchführung wirkungsvoller Bekämpfungsmaßnahmen. So sind z. B. manche Ameisenarten als Hygieneschädlinge, andere aber als Materialschädlinge einzustufen. Auch die durchzuführenden Bekämpfungsmaßnahmen unterscheiden sich in diesem Fall grundlegend.
Das Institut für Schädlingskunde bietet eine Schädlingsbestimmung auch für Privatpersonen an. Wie verweisen auf die Homepage www.schaedlingskunde.de
Wie funktioniert die Bekämpfung?
Im öffentlichen Raum
Die Bekämpfung invasiver Ameisen im öffentlichen Raum erfordert oft eine Kombination aus präventiven Maßnahmen und gezielten Bekämpfungsstrategien. Es ist wichtig, die betroffenen Bereiche zu identifizieren und zu melden, damit geeignete Maßnahmen ergriffen werden können. Verschiedene Methoden, wie Heißwasserbehandlung, der Einsatz von Kieselgur oder die Verwendung von Fraßködern, können zum Einsatz kommen.
Im privaten Raum
Alle betroffenen Grundstückseigentümer sind aufgefordert, bei der Bekämpfung mitzumachen. Eine Bekämpfung der Tapinoma magnum ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Kommune und der privaten Grundstückseigentümer.
Erster Stadtrat Oliver Steidl betont die Bedeutung der Zusammenarbeit:
„Alle, Stadt und Anlieger, sind Betroffene dieser invasiven Ameisenart. Die Bekämpfung kann nur gelingen, wenn Stadt, Fachleute und die Bürgerschaft eng und dauerhaft zusammenarbeiten. Wir sorgen für schnellen Eingriff im öffentlichen Raum, doch auch auf privaten Grundstücken ist verantwortungsvolles Handeln gefragt. Es muss gelingen, die Ausbreitung der Ameise zu verhindern. Sie verursacht massive Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur.“
