
Erneut kam es in Seligenstadt zu mutwilliger Sachbeschädigung und Vermüllung öffentlicher Plätze: Unbekannte Täter haben in den vergangenen Tagen mehrere Mülleimer im Bereich „Bleiche“ sowie an der Bushaltestelle am Netto-Markt in Froschhausen gewaltsam aufgebrochen, entleert und deren Inhalte großflächig verstreut.
Besonders betroffen ist die Bleiche, ein beliebter Aufenthaltsort für Spaziergänger und Familien. Trotz vorhandener Sicherung durch sogenannte Natoschlösser wurden dort mehrere Abfallbehälter aufgebrochen. Die Täter gingen dabei offenbar gezielt vor: Die Mülleimer wurden vollständig aus ihrer Verankerung gelöst, geleert und anschließend neben den Standorten abgestellt. Der Müll selbst wurde nicht nur achtlos zurückgelassen, sondern teilweise über eine größere Strecke verteilt.
„Nach Angaben von Anwohnenden und städtischen Mitarbeitenden zog sich die Spur der Verwüstung bis zur Unterführung an der Kapellenstraße in Höhe der Konrad-Adenauer-Schule. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern verursacht auch erheblichen Mehraufwand für die Reinigungskräfte. Die Beseitigung der Verschmutzungen ist zeitintensiv und bindet Personal“, erläutert Erster Stadtrat Steidl.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Froschhausen: An der Bushaltestelle nahe dem Netto-Markt wurde ebenfalls ein kompletter Mülleimer entleert und der Inhalt im Umfeld verteilt. Gerade an stark frequentierten Orten wie Bushaltestellen bedeutet dies nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch hygienische und sicherheitsrelevante Folgen haben.
Die wiederholten Vorfälle werfen Fragen nach den Motiven der Täter auf. Ob es sich um gezielten Vandalismus, mutwillige Zerstörung aus Langeweile oder um eine Form von Protest handelt, ist bislang unklar. Die Polizei wurde eingeschaltet, Hinweise auf die Verantwortlichen liegen derzeit jedoch nicht vor.

Die Stadt appelliert daher an die Bevölkerung, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen zu melden. Gleichzeitig wird geprüft, ob zusätzliche Sicherungsmaßnahmen oder verstärkte Kontrollen notwendig sind, um weiteren Schäden zu verhindern.
Fest steht: Die wiederholten Sachbeschädigungen sind kein Kavaliersdelikt. Sie verursachen einen erheblichen Aufwand und hohe Kosten für Reinigung und Reparatur.

