
Die Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet „Südwestlich des Westrings“ verlaufen weiterhin planmäßig. Die rege Bautätigkeit ist inzwischen im gesamten Gebiet deutlich sichtbar. Alle Arbeiten liegen im vorgesehenen Zeitplan und kommen kontinuierlich voran. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Fertigstellung der Entwässerungsanlagen. Hierzu zählen der Einbau der letzten Rigolen sowie die Kanalbauarbeiten mit den Hauptleitungen und den Grundstücksanschlussleitungen in den verbleibenden Stichstraßen. Parallel dazu werden die Wasserhauptleitungen verlegt. Auch im Straßenbau sind kontinuierliche Fortschritte sichtbar. Abschnittsweise werden bereits Bordsteine gesetzt sowie die Standorte für die spätere Bepflanzung und die Straßenbeleuchtung vorbereitet. Gleichzeitig erfolgt die Verlegung weiterer Versorgungsleitungen, unter anderem für die Stromversorgung und das Glasfasernetz.
Arbeiten an der Lärmschutzwand begonnen

Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist der Beginn der Arbeiten an der Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke am östlichen Rand des Baugebiets. Wie bereits im Rahmen der Bauleitplanung festgelegt, wird die Wand mit einer Höhe von bis zu drei Metern über der Schienenoberkante errichtet. Sie soll das neue Wohngebiet wirksam vor Schienenlärm schützen.
„Das Neubaugebiet nimmt zunehmend Gestalt an. Es freut mich, dass die Erschließungsarbeiten planmäßig vorankommen und wir dabei nicht nur die erforderliche Infrastruktur schaffen, sondern auch ökologische Aspekte berücksichtigen“, erläutert Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.
Als Lärmschutz kommt ein Gabionensystem mit Natursteinfüllung zum Einsatz. Dabei handelt es sich derzeit um das einzige von der Deutschen Bahn zugelassene System dieser Art. Für die Stadt war diese Lösung aufgrund ihrer hochwertigen und naturnahen Gestaltung von besonderer Bedeutung. Neben dem Lärmschutz erfüllt die Gabionenwand künftig auch eine ökologische Funktion: Die sich erwärmenden Steinflächen bieten den im Gebiet vorkommenden Eidechsen einen wertvollen Lebensraum. In enger Abstimmung zwischen der ökologischen Baubegleitung und dem Hersteller wurden zudem spezielle Kleintierdurchlässe entwickelt. Diese ermöglichen Eidechsen und anderen Tieren wie Igeln eine ungehinderte Querung der Wand. Die Durchlässe werden später mit Piktogrammen gekennzeichnet. Diese sollen bei Pflege- und Unterhaltungsarbeiten auf die sensiblen Bereiche hinweisen und dort besondere Sorgfalt gewährleisten.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die dem Baugebiet zugewandte Seite der Lärmschutzwand begrünt. Auf der Bahnseite ist eine Begrünung aufgrund der Vorgaben der Deutschen Bahn leider nicht möglich.
Flächensparende und naturnahe Lösung
Im Zuge der Bauleitplanung wurden verschiedene Möglichkeiten für den Lärmschutz geprüft. Neben Wänden aus Fertigelementen, beispielsweise aus Aluminium, wurde auch ein Lärmschutzwall aus Bodenmaterial untersucht. Diese Variante hätte aufgrund des notwendigen Böschungswinkels und einer Kronenbreite von einem Meter jedoch einen Flächenbedarf von bis zu zehn Metern Breite beansprucht. Hinzu wären zusätzliche Sicherheitsanforderungen entlang der Bahnstrecke und ein deutlich höherer Unterhaltungsaufwand gekommen. Die nun realisierte Gabionenwand benötigt lediglich eine Breite von 75 Zentimetern und stellt damit eine wesentlich flächensparendere Lösung dar. Entlang der Wand entstehen später auf der Seite des Baugebiets ein Fußweg und auf der bahnseitigen Seite ein Wartungsweg.
Mit den laufenden Arbeiten nimmt das Neubaugebiet „Südwestlich des Westrings“ weiter Gestalt an. Die Stadt wird regelmäßig über die weiteren Baufortschritte informieren.

