
Den wenigsten dürfte auf Anhieb präsent sein, dass am linken Mainufer nördlich von Seligenstadt bis zum Jahr 1932 Tagebau betrieben worden ist. Zwar erinnert die Einhardstadt am Amaliasee-Kreisel an der Steinheimer Straße mit einer Bergmannslore an die frühere Grube Amalia, aber es bleibt doch an der Oberfläche gekratzt. Gregor Giwitz hat sich die Mühe gemacht und ist sinnbildlich in die Tiefe gegangen. Der 76-jährige Seligenstädter hat unzählige Stunden mit Recherche verbracht und am Ende mit dem 366-seitigen Buch „Braunkohlegrube Amalia Seligenstadt“ dafür gesorgt, dass dieses Stück Seligenstädter Industriegeschichte nicht in Vergessenheit geraten kann.
Das kompakte Buch hat eine Auflage von 300 Stück (Gemmion Druckerei in Reichelsheim), für die Konzeption und Gestaltung zeichnet ME-Redaktion aus Groß-Zimmern verantwortlich. Das Buch ist ab sofort in der Tourist-Info und im Kaufhaus Mittl (Aschaffenburger Straße), im Der Buchladen (Bahnhofstraße) und bei Kunst & Kitsch, Kostbarkeiten & Kinkerlitzchen (Aschaffenburger Straße) sowie bei Georg Giwitz persönlich für 39 Euro erhältlich.

„Ich bin Georg Giwitz sehr dankbar, dass er sich dem Thema Tagebau in Seligenstadt gewidmet hat, sich die Zeit genommen und dabei den unbedingt notwendigen Enthusiasmus nicht verloren hat. Zurück liegen für ihn jahrelange akribische Recherche an verschiedenen Orten und unzählige Stunden des Zusammenfügens und des Schreibens. Den Mut und die Ausdauer zu haben, überhaupt an so ein Buchprojekt zu gehen, das erfordert eine ganz besondere Persönlichkeit“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Daniell Bastian begeistert.
„Mir war es als geschichtsinteressierter Mensch und begeisterter Seligenstädter eine Herzensangelegenheit über die Grube Amalia zu berichten und zu informieren. Auch wenn ich diesen Teil der Industriegeschichte nicht persönlich miterlebt habe, so war das Gelände der Grube Amalia in meiner Kindheit mein Spielplatz. Ich habe für das Buch viele Kilometer von Stadtarchiv zu Stadtarchiv zurückgelegt, das ist mein Lebenswerk“, resümiert Gregor Giwitz.

