Rückblick: Rosenmontagszug in Seligenstadt

Die "Lappeschwenker" führten den Rosenmontagszug an

Der diesjährige Rosenmontagszug in Seligenstadt lockte bis zu 30.000 größtenteils kostümierte Besucherinnen und Besucher in die Altstadt. Trotz einzelner Regenschauer herrschte überwiegend ausgelassene Stimmung entlang des Zugweges. 

Rund 220 Beamtinnen und Beamte der Polizei von Land, Bund und Stadt waren im Veranstaltungsgebiet im Einsatz. Die Einsatzkräfte führten 79 Personenkontrollen durch. Es wurden zwei Körperverletzungsdelikte sowie ein Fall sexueller Belästigung zur Anzeige gebracht. Acht Personen erhielten Platzverweise und mussten das Veranstaltungsgelände verlassen. Schwerpunkte des Polizeieinsatzes waren – wie in den Vorjahren – der Marktplatz sowie das Parkdeck Altstadt an der Grabenstraße. Wegen Missachtung der aufgestellten Haltverbotsbeschilderung entlang des Zugwegs und in einigen Seitenstraßen mussten sieben Fahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt werden. 

Zusätzlich sorgte ein vom Heimatbund beauftragter Sicherheitsdienst mit 132 Mitarbeitenden für Sicherheit an den Einlassstellen und entlang des Zugweges. 

Die Rettungsdienste von DRK und DLRG waren mit insgesamt 105 Einsatzkräften vor Ort. Im Bürgerhaus Riesen wurde erneut eine zentrale Behandlungsstelle eingerichtet, unterstützt durch einen Arzt der Asklepios-Klinik Seligenstadt. Insgesamt wurden 31 medizinische Versorgungen vorgenommen – deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. Vier Personen mussten in Krankenhäuser transportiert werden, darunter zwei Kinder, die in die Kinderklinik gebracht wurden. 

Das Technische Hilfswerk war mit 24 Kräften im Einsatz

Die Kindersammelstelle im Feuerwehrhaus betreute zwei vorübergehend vermisste Kinder, die kurze Zeit später wohlbehalten an ihre Eltern übergeben werden konnten. Das Technische Hilfswerk war mit 24 Kräften im Einsatz. Gemeinsam mit dem städtischen Bauhof stellte es das Material für die Durchfahrtssperren bereit und baute dieses nach Veranstaltungsende wieder ab. Traditionell führte ein THW-Fahrzeug den Zug an.  

Die Freiwillige Feuerwehr Seligenstadt stellte mit 32 Einsatzkräften den Brandschutz sicher und wurde dabei von Kräften aus Mainhausen unterstützt. 

Der Rosenmontagszug startete pünktlich um 14:01 Uhr und zog rund zweieinhalb Stunden durch die Seligenstädter Altstadt. Da sich auch nach dem offiziellen Ende noch zahlreiche Personen im Veranstaltungsgebiet aufhielten, blieb die Innenstadt bis etwa 18:00 Uhr gesperrt. Anschließend begann der schrittweise Rückbau der Absperrungen auf den Hauptverkehrsstraßen.

Bürgermeister Dr. Daniell Bastian und Erster Stadtrat Oliver Steidl mit geladenen Gästen auf der Ehrentribüne
Erster Stadtrat Oliver Steidl dankte allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz: „Der reibungslose und sichere Ablauf des Rosenmontagszuges ist nur durch das Zusammenspiel vieler Helferinnen und Helfer möglich. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank.“

Zugleich bat er die Anwohnerinnen und Anwohner der gesperrten Bereiche sowie alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen am Veranstaltungstag.