
Die Kommunalwahl lag quasi noch in der Luft, gerade noch wurden im Großen Sitzungssaal Stimmen ausgezählt, da nahmen am 31. März dort Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren Platz, um etwas über Demokratie zu erfahren.
Die Gruppe aus acht Mädchen und einem Jungen gehörten zur Bewohnerschaft des „Kinderclubdorfs“, das seit Jahrzehnten als Osterferienspielaktion im Evangelischen Gemeindezentrum aufgeschlagen wird.
Das Kinderclubdorf in der Jahnstraße besteht aus einer simulierten Erwachsenenwelt. Die angemeldeten Kinder gestalten ihr Dorfleben selber und haben eine eigene Währung, die es zu verdienen und zu verwalten gilt.

Was also war näherliegend, als sich am Ort des Geschehens darüber zu informieren, wie Demokratie funktioniert und was genau zu den Aufgaben des Bürgermeisters gehört. Hauptamtsleiter Daniel Simoes hatte eine Präsentation vorbereitet und konnte zusammen mit Bürgermeister Dr. Daniell Bastian und Azubi Luca Uschmann anschaulich aufzeigen, wie eine Stadt verwaltet wird. Luca Uschmann ist auch Vorsitzender des Jugendbeirates und erzählte den Kindern vom Einfluss, den man schon ab 12 Jahren in der Stadtpolitik ausüben kann, wenn man sich engagiert.

Die Kinder konnten bei einer geheimen Wahl direkt ausprobieren wie es sich anfühlt, wenn die eigene Stimme zählt. Abgestimmt wurde über die Frage, ob ein Hundebadetag im Seligenstädter Schwimmbad eingeführt werden soll oder ob nicht. Gemeinsam wurden Vor- und Nachteile erörtert und diskutiert. Das Ergebnis der Kinder und ihrer Betreuenden zeigte eine Zustimmung mit sechs Ja-Stimmen. Dem gegenüber standen zwei Nein-Stimmen und vier enthielten sich einer Stimmabgabe und zeigten sich neutral.
Nach der anstrengenden „Sitzung“ konnten sich alle bei einer Fährfahrt vom politischen Alltag erholen.
„Ich freue mich sehr über das Interesse der Kinder an unserem Rathaus und am Geschehen in unserer Stadt. Ich hoffe natürlich, dass sich die ein oder anderen in wenigen Jahren schon mal im Jugendbeirat engagieren werden“, so der Rathauschef.


