Rückblick auf das Jahr 2025 – Trends in der Seniorenberatung setzen sich fort

„Mit 1041 Beratungskontakten ist der Beratungsbedarf gegenüber den Vorjahren (866 im Jahr 2024) in unserem städtischen Seniorenbüro noch einmal sprunghaft angestiegen und ist erstmals vierstellig. Zu beobachten ist, dass insbesondere die Nachfrage nach Akutberatungen, die das Einleiten sofortiger Maßnahmen erfordern, weiter zunimmt und mittlerweile zum Arbeitsalltag der Seniorenberatung gehören“, informiert Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Das Vermitteln medizinischer oder pflegerischer Hilfe erlaubt im Akutfall genauso wenig Aufschub, wie die Versorgung psychisch erkrankter Menschen, die im öffentlichen Raum auffällig wurden und nicht selten ohne festen Wohnsitz sind.


„Auch wenn es sich bei den akuten Versorgungsbedarfen immer noch um Einzelfälle handelt, so nehmen sie doch zunehmend Raum im Beratungsalltag ein und stellen (nicht nur) die Seniorenberatung vor immense Herausforderungen.“ schildert der städtische Seniorenberater Daniel Kettler.

Zum Kerngeschäft der Seniorenberatung gehören weiterhin die Erteilung von Auskünften, die Informationsvermittlung und psychosoziale Beratung. Die Beratungskontakte sind unterteilt in Telefongespräche, persönliche Kontakte und Hausbesuche. Die Nachfrage nach Dokumenten wie Vorsorgevollmachten oder Patientenverfügungen ist ebenfalls steigend.     

Auch Bürgermeister Dr. Daniell Bastian weiß um die Herausforderungen im Versorgungssystem älterer Menschen. „Auch wenn die Kapazitäten an Pflegeplätzen oder auch ambulanter Pflege steigend sind, können sie doch mit dem Bedarf nicht Schritt halten. Diesen zunehmenden Herausforderungen müssen wir uns stellen.“ 

Der organisatorische Wechsel der Seniorenberatung aus dem Amt für Kinder, Senioren, Sport & Kultur in das Amt für Soziale Infrastruktur ist dabei eine erste Maßnahme. „Wir versprechen uns eine engere Verzahnung zwischen den verschiedenen Themen der Sozialarbeit, um Ressourcen zu bündeln.“ erläutert der Rathauschef.

Seniorenausflug zum Landtag in Wiesbaden

Unterstützung soll es dadurch auch bei den zahlreichen Veranstaltungen der Seniorenberatung geben. Im vergangenen Jahr zählten unter anderem die Seniorenfastnacht, Ausflüge zum Seniorentag nach Mannheim oder zum Landtag in Wiesbaden aber auch das Seniorenkino oder der Gesprächskreis für pflegende Angehörige dazu.  

Eine immer wichtigere Rolle für die Teilhabe der älteren Generation nimmt der Seniorenbeirat ein. Die Mitglieder haben sich auch 2025 in regelmäßigen Sitzungen für die Belange der Seligenstädter Seniorinnen und Senioren eingesetzt und ihre Tätigkeiten durch Fachveranstaltungen oder Präsenz beim Wochenmarkt ausgeweitet.   
Dafür, dass Seligenstadt weiterhin ein attraktiver Wohn- und Lebensort für Seniorinnen und Senioren bleibt, tragen jedoch die örtlichen Vereine, Verbände, Seniorengruppen und sonstige Institutionen den wesentlichen Teil bei. Hier unterstützt die Seniorenberatung bei der Organisation, besucht Veranstaltungen und nicht zuletzt auch finanziell. So konnten sich 14 Seligenstädter Träger von Angeboten und Veranstaltungen über Zuschüsse in Höhe von knapp 5.800 € für Ihre Arbeit freuen.

„Unser herzlicher Dank gilt all den engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich auf so vielfältige Weise aktiv einbringen. Mit Ihrer Tatkraft und Unterstützung blicken wir zuversichtlich ins neue Jahr und freuen uns auf so wichtige Projekte, wie die neue Tagespflegeinrichtung, das Projekt der Digitallotsen oder die neuen Sicherheitsberatenden für ältere Menschen“ so Bürgermeister Dr. Bastian und Erster Stadtrat Steidl in einem kurzen gemeinsamen Ausblick auf das Jahr 2026. 
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