Jahresrückblick 2025 Tiefbauamt

„Auch im Jahr 2025 haben wir wieder mit verschiedenen Projekten unsere Infrastruktur modernisiert“, betont Bürgermeister Dr. Daniell Bastian mit Blick auf die Abteilung Tiefbau.  
Der Mainradweg

Begonnen wurde Anfang Februar 2025 mit der Erneuerung des Mainradweges zwischen Mainring und Schleifbachbrücke. Der bestehende Mainradweg hatte in diesem Abschnitt zahlreiche Schadensarten in Form von Gesteinsablösungen, Schlaglöchern, Verformungen und Rissen aufgewiesen. Des Weiteren wurden durch Verbreiterungen in dem Bereich Höhe Hörsteiner Weg und vor der Schleifbachbrücke Engstellen beseitigt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die bestehenden gefährlichen Situationen zu entschärfen. 
Der Mainradweg wird an Werktagen vermehrt von Berufs-, Schul- und Alltagsverkehr und am Wochenende von Freizeitverkehr genutzt. Die Ausbaulänge beträgt ca. 300 Meter, die Breite zwischen 3,20 und 2,20 Meter, der Aufbau für einen Fuß- und Radweg besteht aus einer vier Zentimeter Asphaltdeckschicht, einer zehn Zentimeter  Asphalttragschicht und einer circa zehn Zentimeter Schottertragschicht als Ausgleich bzw. um die vorhandene Fläche zu egalsieren. Der Weg wurde um circa zehn Zentimeter wegen des starken Wurzelwuchs angehoben. Die Straßenbeleuchtung wurde erneuert (Maste, Kabel, Leuchten). Eine Verbreiterung des Mainradweges im Abschnitt Mainring bis Brücke Schleifbach war baulich zum größten Teil nicht möglich, da auf der Südseite bebaute Grundstücke in Privatbesitz vorhanden sind und auf der Nordseite alte Baumbestände (eine Fällung ist nicht möglich) bestehen. Des Weiteren ist auf der Südseite eine Böschung zum Mainufer vorhanden. Durch den alten Baumbestand ist ein ausgeprägter Wurzelwuchs vorhanden, so dass nur die vorhandene Asphaltbefestigung erneuert wurde. Ein Eingriff in die Schottertragschicht wurde vermieden, um den vorhandenen Baumwurzelwuchs nicht zu verletzen und den alten Baumbestand zu erhalten. Die Gesamtbaukosten betrugen ca. 290.500,00 € und wurden von Hessen Mobil gemäß der Verkehrsinfrastrukturförderung in Hessen zur Förderung der Nahmobilität mit ca. 80 Prozent bezuschusst. Die Straßenbauarbeiten wurden im April abgeschlossen, so dass der zahlreichen Rad-, Fuß- und touristischen Verkehrs auf dem Mainuferweg in der Hauptsaison wieder fließen konnte.

Ein weiteres Infrastrukturprojekt war die Erschließung des 5. Bauabschnittes im Gewerbegebiet Südlich der Dudenhöfer Straße. Für die Erschließung mussten Kanal-, Wasserleitungs-, Gasleitungs-, Stromleitungs-, Straßenbau- und Straßenbeleuchtungsarbeiten durchgeführt werden. Der Ausbaucharakter des Bereiches der Teilbaulandumlegung, Teil 5, orientierte sich eng an den bereits baulich durchgeführten Teilbaulandumlegungsbereichen, Teil 1, Teil 2, Teil 3 und 4. Es ergab sich für die Straßenparzelle ein Regelquerschnitt mit einer Gesamtbreite von zirka 15,50 Meter für den Bereich der Weiterführung des Dr. Hermann-Neubauer-Ringes und der Maximilian-Fratscher-Straße. Bei dieser symmetrischen Fahrbahnaufteilung wurden beidseitige Gehwege und Parkstreifen vorgesehen. Für die Fahrbahn verbleibt somit eine Breite von ca. 6,50 Meter. Zwischen den Parkstreifen sind Pflanzinseln mit Bäumen bzw. Sträucher eingeplant. Über die Weiterführung der Maximilian-Fratscher-Straße wird das geplante Neubaugebiet „Südwestlich des Westrings“ mit dem Gewerbegebiet verbunden. Im Einzelnen wurden ca. 1.800 qm Asphalttragschicht, ca. 1.800 qm Asphaltbinderschicht und ca. 1.800 qm Asphaltdeckschicht eingebaut sowie ca. 1.700 qm Verbundsteinpflaster verlegt. ca. 530 m Entwässerungsrinnen angelegt, 22 Straßeneinläufe gesetzt und 11 Straßenbeleuchtungsmaste aufgestellt, die mit modernen stromsparenden LED-Leuchten ausgestattet wurden. Als Abschluss wurden die Straßenbegleitgrünflächen noch angelegt und 18 Bäume gepflanzt. Die Gesamtbaukosten für die Kompletterschließung betrugen ca. 1.300.000,00 €. Somit stehen weitere moderne und attraktive Gewerbegrundstücke für Investoren zur Verfügung.

Baustelle ehemaliges Stadtwerkegelände

 

Ein weiteres Projekt war die Beseitigung eines Makels am Mainuferweg. Das alte Stadtwerkegebäude hat den Anblick des Mainuferpanoramas negativ beeinflusst. Im Mai 2025 haben mit der Entkernung des alten Stadtwerke-Gebäudes die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände Bereich Steinheimer Straße 47 begonnen. Anfang Dezember konnte mit dem Abbau des Bauzaunes die umfangreichen Abbruch- und Erdarbeiten abgeschlossen werden. Die Bauarbeiten bestanden aus dem vollumfänglichen Rückbau des ehemaligen Stadtwerke Gebäudes mit Werkstattanbau, sowie den Bodenplatten und Fundamente der ehemaligen Garagen und der vorhandenen Stützmauer mit Rampe. Ursprünglich war geplant, nach Abschluss der Rückbauarbeiten die Böschung in Absprache mit dem Regierungspräsidium Darmstadt zu profilieren, zu versiegeln und zu begrünen. Doch bei der Bauausführung kam von dem Regierungspräsidium Darmstadt der Vorschlag, die Altlast nicht wie geplant vor Ort zu belassen und zu versiegeln, sondern durch Bodenuntersuchungen die Altlast einzugrenzen und auszukoffern mit einer entsprechenden Entsorgung. Vorteil dieser Vorgehensweise, die Altlast ist beseitigt. Nach einer internen Abstimmung wurde dieser Vorschlag zur Ausführung freigeben. Das gesamte Gelände wurde in Segmente aufgeteilt, die nacheinander untersucht, wenn notwendig ausgekoffert und mit unbelasteten Bodenmaterial aufgefüllt wurden. Im Frühjahr 2026 wird die Böschung mit einer speziellen Saatmischung als „Blühwiese“, die als wertvoller Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleintiere dient, angelegt.

Im Einzelnen wurden ca. 325 qm Asphalt, ca. 160 qm Bodenplatten der ehemaligen Garagen, ca. 1.000 cbm Gebäude Wohnhaus, ca. 1.200 cbm Werkstatt/Lagergebäude, ca. 160 cbm Fundamente und ca. 75 cbm Beton der Stützwand abgebrochen. Die Gesamtkosten betrugen ca. 350.000,00 €.

Bürgermeister Dr. Daniell Bastian begrüßt die Gäste

Des Weiteren wurde bzw. wird die Erschließung des Neubaugebietes „Südwestlich des Westrings“ als Vertreter der Stadt Seligenstadt begleitet. Zur Erschließung des neuen Wohngebietes gehörte auch der Ausbau des Westringes im Abschnitt zwischen Odenwaldring und Bahnübergang. Die Fertigstellung dieser wichtigen Verbindungsstrecke zur Entlastung des Bahnüberganges Frankfurter Straße konnte noch vor Weihnachten dem Verkehr übergeben werden. Die Erschließungsarbeiten in dem Neubaugebiet werden 2026 fortgesetzt und voraussichtlich bis Frühjahr 2027 abgeschlossen. Danach können die privaten Bauherren mit ihren Hochbauprojekten starten.

Eine weitere Aufgabe ist die Betreuung und Überwachung der Ausbauarbeiten am Glasfasernetz. Hier wurden umfangreiche Bauarbeiten im Norden und Süden von Seligenstadt 2025 durchgeführt. 2026 sind noch die letzten Restabschnitte sowie die Altstadt mit den Glasfaserleitungen zu versorgen.

Beleuchtung Seligenstädter Straße Froschhausen

Im gesamten Stadtgebiet wurden 2025 ca. 1.000 Straßenleuchten auf eine neue LED-Technik umgestellt, d.h. es wurden die alten Natriumdampfleuchten, Leuchten mit Leuchtstoffröhren und Leuchten mit Energiesparlampen gegen neue stromsparende LED-Leuchten getauscht. Somit konnte der Stromverbrauch wie auch der Aufwand für die Wartungsarbeiten noch einmal deutlich verringert werden.