Einzelhandel und Gastronomie in Zeiten von Corona – ein Kraftakt


Die notwendigen Einschränkungen durch die Corona Pandemie sind für jedermann spürbar. Im Privatleben genau wie im Berufsalltag. Das Leben verändert sich, die Wirtschaft leidet. Für alle ein Kraftakt, den es zu bewältigen gilt. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit steigt latent die Angst vor Ansteckung und auch die Gefahr. Besonders Einzelhandel und Gastronomie sowie Hotellerie müssen kreativ werden, damit Kunden und Gäste weiter gerne kommen und geschützt sind.  

Eine Umfrage in der hiesigen Übernachtungsbranche hat ergeben, dass es nach dem brutalen Einbruch von März bis Mai wieder eine gewisse Stabilität gibt. Einzelne Unterkünfte verbuchen sogar Steigerungen im Vergleich zur selben Zeit in den Vorjahren. Als Erklärung gaben sie an, dass Urlaub innerhalb Deutschlands attraktiver geworden ist. Das ließe sich auch an der Dauer der Aufenthalte festmachen. Die Buchungszeiten seien in vielen Fällen länger geworden, rund 20 Prozent der (Stamm)-Gäste blieben sogar doppelt so lange wie üblich. Natürlich wiegt im Gegenzug schwer, dass die internationalen Gäste ausbleiben. Auch halten Absagen wegen nicht stattfindender Feste, Feierlichkeiten und Messen an. Für einen Ausgleich im günstigen Segment sorgt der Anstieg an Buchungen durch vor Ort eingesetzte Handwerker und Monteure.

Die Gastronomie, hauptsächlich in der Innenstadt, profitiert ebenfalls von Touristen, die im Rhein/Main-Gebiet anstatt im Ausland Urlaub machen. Genau wie von Gästen aus dem Umland, Daheimgebliebenen. Seligenstadt ist trotz der Corona Pandemie und der damit einhergehenden Beschränkungen an allen Tagen der Woche gut oder sogar sehr gut besucht. Das Ausbleiben von Festen und Feierlichkeiten kann das dennoch nicht abfangen. Zusätzlich geht in der Welt der Gastronomie große Sorge vor der kalten Jahreszeit ohne Freisitz und mit eingeschränkten Sitzmöglichkeiten auf Abstand im Schankraum um.

Durchhalteparole für die Gastronomie


„Um dem ein wenig entgegenzuwirken, werden wir von Seiten der Stadt die Außenkonzession über die komplette Wintersaison ausdehnen, selbstverständlich kostenfrei. Damit kann die Außenbewirtung über den 31. Oktober hinaus bis zum Saisonstart im März durchgängig stattfinden. Es wäre nicht das erste Jahr, in dem es zu Weihnachten wärmer ist als zu Ostern und somit ist es ein legitimer Versuch, Gäste auch in der dunklen Jahreszeit draußen zu bewirten“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Die Wirtsleute können sich durch Schirme und Abtrennungen, durch Außenbeheizung unterschiedlicher Art oder durch Hütten mit drei geschlossenen Seiten vor ihren Lokalen im Freien weitere Bedienplätze schaffen. Einen Ausschank oder Straßenverkauf aus den Hütten heraus wird es hingegen nicht geben, um Schlangenbildungen und Menschentrauben zu vermeiden. Der zusätzliche Platz ist für weitere Gäste zum Sitzen gedacht.

„Die Bauaufsicht vom Kreis Offenbach besteht auf ein einheitliches Bild, weshalb der hiesige Gewerbeverein seine Adventmarkthütten zur Vermietung anbietet. Bei der Einhaltung von Flächen bis 75 Quadratmetern bedarf es keiner besonderen Genehmigung, allerding muss es für jede Individuallösung einen formlosen Antrag im Ordnungsamt geben“, so Erster Stadtrat Michael Gerheim.

Der Wochenmarkt findet wegen des Ausfalls des Adventsmarktes mittwochs und samstags auf dem Marktplatz statt, da er nicht in die Frankfurter Straße weichen muss.

„Bekanntlich musste aus Sicherheitsgründen nicht nur der Adventsmarkt ausfallen, sondern auch die von der Stadt Seligenstadt veranstaltete Waldweihnacht. Das hierfür und für den ausgefallenen HochzeitsFestTag eingeplante Geld haben wir dem Gewerbeverein als Zuschuss zur weihnachtlichen Beleuchtung in der Bahnhofstraße zur Verfügung gestellt. Außerdem kauft die Stadt neuen Schmuck für den Adventskranz auf dem Freihof. Selbstverständlich schmückt der städtische Bauhof auch wieder die Giebel der Altstadthäuser und stellt auf dem Marktplatz einen Weihnachtbaum auf, der am vierten Advent illuminiert wird - wenn auch in einem anderen Rahmen. Die städtische Themenstadtführung zum Advent „Markt und Straßen steh´n verlassen“ steht ebenfalls wieder auf dem Programm, als öffentliche Führung und als Individualrundgang. Für heimeliges Advent-Flair in Seligenstadt ist gesorgt. Das ist auch in Zeiten einer Pandemie wichtig“, fasst Bürgermeister Dr. Daniell Bastian zusammen. 

„Unsere Stadt ist trotz der Corona Pandemie erfreulich belebt und die absolut überwiegende Zahl derer zeigen sich sehr diszipliniert. An jedem Wochentag kommen Einheimische, Gäste aus dem Umland und Touristen in die Stadt, um in aller Vorsicht und mit Abstand einzukaufen, sich von kulinarischen Angeboten verführen zu lassen, sich zu treffen oder eine Besichtigungstour zu unternehmen. Diese Belebtheit ist nicht selbstverständlich und in Corona Zeiten schon gar nicht. Wir sind dafür sehr dankbar und tun von Seiten der Stadt, des Stadtmarketings und des Gewerbevereins viel dafür. Aber das ist nicht der Ausschlag - den machen die Kunden! Daher bitten wir Sie alle, denken Sie lokal, kaufen Sie lokal! Gerne steht Ihnen auch das Gutschein Portal „Seligenstadt-Liebe.de“ zur Verfügung oder Sie bedienen sich einer Gutscheinen Card des Gewerbevereins, mit der Sie sich auf Seligenstadt, aber nicht auf ein Geschäft festlegen“, appelliert die Rathausspitze.


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