Kooperationsvertrag zwischen Stadt Seligenstadt und Kreis Offenbach über die Errichtung und den Betrieb einer Schulbetreuung an der Konrad-Adenauer-Schule geschlossen


Der Neubau einer Mensa und eines Betreuungsbereiches auf dem Gelände der Konrad-Adenauer-Grundschule, an der Ecke Kapellenstraße/Steinweg, ist beschlossene Sache. In seiner jüngsten Sitzung machte der Magistrat der Stadt Seligenstadt endgültig den Weg für den dringend benötigten zusätzlichen Raum frei, indem einem Kooperationsvertrag über die Errichtung und den Betrieb einer Schulbetreuung mit dem Kreis Offenbach einstimmig zugestimmt wurde. Die Stadt Seligenstadt überweist somit einen ersten Teilbetrag in Höhe von 100.000 Euro für die Beauftragung der Planungsleitungen. Betriebsbereite Fertigstellung avisiert der Kreis für das Jahr 2023, die erste Kostenschätzung liegt bei 4.700.000 Euro.

Seit vielen Jahren verfolgt die Konrad-Adenauer-Schule das Ziel, sich zu einer Ganztagsschule zu entwickeln. Bislang ist das unter anderem an den nicht ausreichenden Räumlichkeiten der Schule für die Mittagsverpflegung gescheitert. Die bisherige Verpflegungssituation war eher ein Provisorium.

„Dennoch ist es der Schule und der städtischen Betreuung in den vergangenen Jahren gelungen, ein umfassendes und ausreichendes Betreuungs- und Verpflegungsangebot für Schülerinnen und Schülern bereitzustellen“, betont Bürgermeister Dr. Daniell Bastian anerkennend.

Logo der Konrad-Adenauer-Schule

Auch angesichts steigender Schülerzahlen in den kommenden Jahren muss eine bauliche Maßnahme erfolgen, sie sowohl den steigenden Schülerzahlen als auch dem steigenden Bedarf an Betreuung gerecht wird. Der Schulentwicklungsplan des Kreises Offenbach aus dem Jahr 2018 geht davon aus, dass es im Jahr 2023/2024 einen Anstieg bei den Schülerzahlen im Vergleich zum Jahr 2018/2019 um circa 50 Schüler/innen geben wird. Der Kreistag hat im Juni 2019 beschlossen, dass er in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen eine flächendeckende Betreuung an den Grundschulen mit dem Ziel 85 Prozent Betreuung anstrebt. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste für die Konrad-Adenauer-Schule ein Betreuungsangebot für 255 Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Das bedeutet einen Ausbau von circa 100 Plätzen. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Vereinbarung im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD auf Bundeseben, einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter bis zum Jahr 2025 einzuführen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 07.09.2020 beschlossen, sich mit Zweidrittel an den Kosten der Errichtung eines Betreuungsgebäudes auf dem im Kreiseigentum stehenden Schulgrundstück der Konrad-Adenauer-Schule zu beteiligen. Ferner stimmte sie zu, zur Finanzierung des städtischen Anteils im Jahr 2020 nach Abschluss eines Kooperationsvertrages 100.000 Euro für die Planung an den Kreis Offenbach auszuzahlen und die weiteren Mittel in den Haushaltsplänen 2021 und 2022 bereitzustellen.

„Nun haben wir den Kooperationsvertrag mit dem Kreis Offenbach geschlossen und die Planungen können zügig weitergeführt werden“, freut sich Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Der neue Betreuungsbau beinhaltet neben den Verkehrsflächen Räume für freizeitpädagogische Angebote einschließlich Büro, Speiseraum, Küche und notwendige Nebenräume sowie in geringem Umfang schulische Flächen für eine inklusive Beschulung (Wickelraum, Behindertentoilette) mit einer Hauptnutzfläche von ca. 944 qm. Er gibt Raum für 255 Schülerinnen und Schüler.

In dem Vertragswerk einigen sich Stadt und Kreis auf die Errichtung eines Gebäudes in Bauherrschaft des Kreises, in dem die Schulbetreuung untergebracht werden soll. Der Kreis übernimmt die Projektleitung für den Bau der Schulbetreuung und führt die Baumaßnahme für die Stadt in Eigenregie durch, wobei stets eine enge Abstimmung und Begleitung der Baumaßnahme erfolgt. Der Kreis wird sich an den Kosten für Planung und Bau der Betreuungseinrichtung mit einem Drittel beteiligen. Eigentümer des neu entstehenden Gebäudes wird der Kreis. Die Stadt Seligenstadt erhält ein Nutzungsrecht für den Betrieb einer Schulkindbetreuung für die Dauer von 25 Jahren, beginnend ab Fertigstellung des Gebäudes.