Seniorenberatung – Rückblick 2018


Zu den Aufgabenbereichen im Amt für Kinder, Senioren, Sport und Kultur gehört die  Seniorenberatung. Die Tätigkeiten in diesem Bereich werden von der städtischen Seniorenberaterin Anke van den Bergh angeboten bzw. koordiniert. Zu den vorrangigen  Aufgaben gehörten im  Jahr 2018 die Beratung Seligenstädter Senioren (Generation 60+) und deren Angehörigen zu Leistungen der Pflegeversicherung, der Sozialhilfe, zum Schwerbehindertenrecht und zu Angelegenheiten wie Vollmachten, Patientenverfügung, gesetzliche Betreuung, Krisenintervention, Wohnen im Alter, Freizeitgestaltung, Hilfestellung bei Anträgen und Vermittlung zwischen Ratsuchenden und Behörden bzw. Institutionen sowie Vermittlung von Fachberatung wie  z.B. beim Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Offenbach.

Die Beratung fand entweder telefonisch  als reine Informationsmöglichkeit statt oder aber in Form eines persönlichen Beratungsgespräches mit eventuellen Folgeterminen bei umfangreicheren Anliegen. Hausbesuche wurden angeboten, wenn die Ratsuchenden das Rathaus nicht persönlich aufsuchen konnten.

Im August wurde der Bericht zur Lage der älteren Generation in Seligenstadt für die Jahre 2016 und 2017 vorgelegt, ein umfassendes Dossier über die  Angebote für Seniorinnen und Senioren von und in der Stadt.

Seit September 2013 findet der monatliche Gesprächskreis für pflegende Angehörige und Pflegepersonen statt. In einem geschützten Rahmen können sich Betroffene austauschen und fachlichen Rat einholen. Positive Resonanz zur Beratungstätigkeit kam nicht nur von den Betroffenen selbst, sondern auch von den Hauärzten und Institutionen. Die Treffen fanden im Altenclub statt und wurde auf Wunsch der Angehörigen vom Abend auf den Nachmittag verlegt.

Neben der Beratung waren die Konzeption, Organisation, Koordination und Begleitung von Seniorenveranstaltungen und Ausflügen wichtige Bestandteile der Tätigkeit.

Im Februar konnten im gut besuchten Riesensaal die  Seniorinnen und Senioren die traditionelle Seniorenfastnacht, ausgerichtet vom Seniorenbeirat der Stadt, feiern. Die Höhepunkte der Seligenstädter Fastnacht wurden mit Tanz, Musik und Vorträgen dargeboten.

Einmal monatlich fand in Kooperation mit dem Seligenstädter Kino Turmpalast das im Preis ermäßigte Seniorenkino statt. Durchschnittlich 80 Freunde des Kinofilms erfreuten sich an den ausgesuchten Filmen.

In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Aschaffenburg wurde das ermäßigte Seniorenabonnement wieder angeboten. In der Spielzeit 2017 / 2018 fuhren 102-112 Theaterbegeisterte mit den organisierten Bussen zu den Aufführungsstätten Stadthalle und Stadttheater nach Aschaffenburg.

Im April und Mai begleitete die Seniorenberaterin jeweils circa 50 Reiselustige bei  Busfahrten zum Hessischen Rundfunk nach Frankfurt und nach Weilburg.

Im August konnte Bürgermeister Dr. Daniell Bastian ca. 200 Seniorinnen und Senioren auf der MS Franconia zu einer Schifffahrt auf dem Main begrüßen.

Nicht nur die Ausflüge waren bei den Seligenstädtern beliebt, sondern auch die von der Stadt angebotenen Informationsveranstaltungen für die Generation 60+.

Schwerpunktthema war die Krankheit Demenz. In Deutschland leben aktuell 1,7 Millionen Menschen, bei denen eine Demenz diagnostiziert wurde. Die Krankheit stellt nicht nur die Erkrankten und ihre Angehörigen, sondern auch die Gesellschaft vor Herausforderungen. Demenz ist nicht heilbar, der Verlauf nicht aufhaltbar, jedoch kann er positiv beeinflusst werden.

Informationen gab es deshalb zu dem Thema „Leistungen der Pflegeversicherung“ und die „Informationsreihe Demenz“. An  sieben Abenden  erfuhren Angehörige und Betroffene von Demenz mehr über die Krankheit, Diagnostik, den Umgang damit, Entspannungstechniken, Wege aus der Krise und zum Betreuungsrecht. Veranstalter waren der Kreis Offenbach, Leitstelle Älterwerden und die Stadt.

Parallel fanden Schulungen mit den Maltesern statt. Mitarbeiter mit Kundenkontakt wurden zu Demenzlotsen ausgebildet. An insgesamt drei Schulungsterminen konnten 40 Interessierte ausgebildet werden. Neben theoretischen Inhalten wie Informationen zum Krankheitsbild wurde viel Wissenswertes zum Umgang mit demenzkranken Menschen vermittelt. Die Würde des Erkrankten steht im Mittelpunkt, jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Teilhabe. Demenzlotsen sind jetzt Ansprechpartner bei Geldinstituten, im Einzelhandel, bei der Stadtverwaltung, in Krankenhäusern, Arztpraxen und anderen. Gekennzeichnet sind die Stellen mit einem roten Aufkleber mit der Aufschrift „Partner der Malteser Demenzlotsen in Seligenstadt“.

Im Anschluss werden jährlich Netzwerktreffen stattfinden, in denen Erfahrungen ausgetauscht und neue Inhalte vermittelt werden.

Weitere Inhalte der Tätigkeit der Seniorenberatung waren die enge Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat, einem städtischen Gremium für Angelegenheiten der Generation 60plus, die regelmäßige Organisation der Seniorenbeiratssitzung und die Schriftführung während der Sitzung.

Auch im vergangenen Jahr wurde die ehrenamtliche Seniorenarbeit in Seligenstadt von der Stadt gewürdigt.  Verschiedene Seniorenkreise und Vereine wurden in die Seniorenförderungsliste aufgenommen und erhielten eine finanzielle städtische Förderung ihrer Seniorenarbeit.

Für die Seniorenzeitschrift „FÜR UNS“, die alle drei Monate erscheint, erstellte die Seniorenberatung Beiträge.

Weiterhin gehörten die Teilnahme und Mitwirkung in diversen Arbeitskreisen auf kommunaler und  Kreis-Ebene, Bsp.: Arbeitskreis Beratung und Koordination,  Leitstelle Älterwerden, Regionalteam Ost (Kooperation Gemeinden/Beratungsstellen), Arbeitskreis Soziale Stadt, etc.  zu den Arbeitsbereichen der Seniorenberaterin.

„Wie beschrieben, ist das Aufgabengebiet der städtischen Seniorenberatung sehr vielseitig, von beratenden Einzelfallgesprächen bis hin zu organisierten Freizeitaktivitäten. Alles dient  dem Ziel, die Seligenstädterinnen und Seligenstädter im Alter sowie ihre Angehörigen zu unterstützen. Der Stadt Seligenstadt liegt die Seniorenarbeit sehr am Herzen, und ich freue mich, dass wir diese Leistungen auch im kommenden Jahr wieder anbieten  können“, so Bürgermeister Dr. Bastian abschließend.

 

 

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