Jahresstatistik des Standes-, Friedhofs- und Bürgeramts


Im Seligenstädter Standes-, Friedhofs- und Bürgeramt waren im Jahr 2018 reichlich Aufgaben zu bewältigen.

So gaben sich in Seligenstadt insgesamt 152 Paare das „Ja-Wort“ und wählten die Einhardstadt zu ihrem Eheschließungsort.

„Das ist eine beachtliche Zahl für eine 22.000-Einwohner-Stadt, zumal in diesem Jahr nur mit Einschränkungen Eheanmeldungen angenommen werden konnten. Seit März war es personell nur möglich, Termine an Brautpaare mit Wohnsitz in Seligenstadt zu vergeben“, resümiert Erster Stadtrat Michael Gerheim. „Für das Jahr 2019 ist eine Entspannung der Situation in Sicht. Daher werden wir ab Januar 2019 die Regelung dahingehend ausweiten, dass wir wieder auswärtige Brautpaare annehmen, die einen nachweisbaren Bezug zu Seligenstadt haben. Das kann zum Beispiel sein, dass einer der Heiratswilligen hier geboren wurde oder hier lange gelebt hat und zur Schule gegangen ist“, so der Stadtrat.

Als Trauorte stehen zwei historische Räume mit jeweils 35-40 Sitzplätzen zur Verfügung, das Romanische Haus (ganzjährig) und die Prälatur im Kloster (von Mai bis Oktober). Reservierungen können frühestens sechs Monate vor dem Wunschtermin nach Prüfung der Ehevoraussetzungen und Anmeldung entgegengenommen werden. Auskunft zu den benötigten Unterlagen erhalten Verlobte beim Standesamt direkt oder auf der Homepage.

Im Jahr 2018 konnten weiterhin vier gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften in Eheschließungen umgewandelt werden; zwei Eheschließungen im Ausland wurden im deutschen Personenstandsregister nachbeurkundet.

Insgesamt 57 Prozent der Ehepaare haben das erste Mal „Ja“ gesagt, ausländisches Recht war bei 20 Prozent der Eheschließenden zu beachten. Über 80 Prozent haben sich für einen gemeinsamen Ehenamen entschieden, hiervon wählten 92 Prozent klassisch den Familiennamen des Mannes zum Ehenamen. Einen Begleitnamen, also Doppelnamen, wählten lediglich 7 Prozent.

Dieses Jahr wurde keine Hausgeburt in Seligenstadt verzeichnet, dafür wurde aber eine Nachbeurkundung eines im Ausland geborenen Kindes vorgenommen.

Die Nachbeurkundungen von Altfällen gehen weiterhin zügig voran. Dieses Jahr konnten 117 Eheschließungen und 764 Geburten ins elektronische Personenstandsregister überführt werden. Hierdurch werden die Fortführung der Einträge sowie das Ausstellen von Urkunden bedeutend erleichtert.

Die Sterbefälle im Standesamtsbezirk Seligenstadt sind leicht rückläufig, es wurden 420 Beurkundungen vorgenommen, im Vorjahr waren es 485. Den Wohnort im Standesamtsbezirk hatten nur 33 % der Verstorbenen; die Geschlechter halten sich mit jeweils 50 % die Waage.

Das Friedhofsamt hat 191 Beisetzungen zu vermelden. Davon entfallen auf Seligenstadt 142 Beerdigungen, auf den Stadtteil Klein-Welzheim 15 und auf Froschhausen 34. Urnengräber wurden 100 gewählt, Erdgräber 91. Ein Großteil der Verstorbenen war zwischen 81 und 90 Jahren alt.

Eingebürgert wurden 13 Personen und erhielten somit einen deutschen Pass. Entsprechende Anträge sind von 28 Personen gestellt worden. EU-Bürger dürfen in der Regel ihre bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten. Anträge auf Einbürgerung werden beim Standesamt Seligenstadt gestellt, die Prüfung und Bearbeitung sowie die Entscheidung obliegt dem Regierungspräsidium in Darmstadt.

Das Bürgerbüro hat folgende Zahlen zu verzeichnen: insgesamt sind über 26.000 Vorgänge im laufenden Jahr bearbeitet worden. Davon entfielen auf den Einwohnermeldebereich ca. 5000 Fälle, auf den KFZ-Bereich ca. 21.000 Fälle; davon alleine über 10.000 Fälle auf An- und Ummeldungen von Fahrzeugen.

Im Einwohnermeldebereich lag der Schwerpunkt mit ca. 2000 Anträgen auf der Ausstellung von Personalausweisen.

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