Einzelhandelskonzept für das Stadtgebiet Seligenstadt beschlossen


Nachdem die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Seligenstadt am 01.02.2016 beschossen hatte, ein unabhängiges Einzelhandelskonzept für das Stadtgebiet Seligenstadt zu erstellen, wurde die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) aus Köln mit der Erstellung beauftragt. Damit sollte eine fachliche Grundlage für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Einzelhandels in Seligenstadt geschaffen werden.

Ab Sommer 2016 führte die GMA verschiedene Untersuchungen und Befragungen durch. Es erfolgte eine vollständige Erhebung aller Einzelhandelsbetriebe im gesamten Stadtgebiet sowie eine Erfassung der Dienstleistungsangebote, gastronomischen, kulturellen, freizeitbezogenen, öffentlichen und sonstigen Einrichtungen in der Innenstadt. Einzelhändler und Passanten wurden mittels persönlicher Umfragen vor Ort, Online-Haushaltsbefragungen sowie einer Kundenherkunftserhebung einbezogen. Außerdem fanden zwei Arbeitskreissitzungen mit Behördenvertretern, Vertretern der Fraktionen, des Gewerbevereins und Stadtmarketings sowie der Verwaltung statt.

Ein Jahr später war das Einzelhandelskonzept fertig und wurde den städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Magistrat hat es als Planungsgrundlage im Sinne eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB in seiner Sitzung am 14.08.2017 einstimmig beschlossen.

Das Ergebnis wurde dem Bauausschuss in seiner Sitzung am 29.08.2017 durch die GMA präsentiert. Eine Entscheidung hierüber wurde im Fachausschuss jedoch vertagt. Erst in der Sitzung vom 11.12.2017 konnte die Stadtverordnetenversammlung dem Einzelhandelskonzept mehrheitlich zustimmen. Es ist nun bei der Aufstellung von Bauleitplänen zu berücksichtigen.

Bürgermeister Dr. Bastian erklärt abschließend, dass die Stadt Seligenstadt auf Grundlage des Einzelhandelskonzepts den vorhandenen Einzelhandel an den bewährten Standorten sichern und moderate Entwicklungsmöglichkeiten bieten will. Dieser soll vorrangig an städtebaulich integrierten Standorten in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohn- und Büroflächen entwickelt werden. Die räumlich kürzeren Distanzen zwischen Einkaufslagen und anderen Grundfunktionen führen zur Minimierung der Verkehrsbelastungen und den damit verbundenen negativen Auswirkungen. Zusätzlich tragen diese Strukturen dazu bei, dass sich auch mobil eingeschränkte Personen selbständig und selbstbestimmt in ihrer unmittelbaren Umgebung versorgen können.


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