„Abt Molitor“ traf auf Familie Molitor


Die Stadt Seligenstadt bietet klassische Stadtführungen in unterschiedlichen Längen und Sprachen an, sowie insgesamt 15 Themenstadtführungen Eine davon ist „ora et labora – unterwegs mit Abt Molitor“. Stadtführer Hans-Joachim Lutz schlüpft dafür in die Rolle von Marcellinus II. Molitor, des letzten Abtes der Benediktiner-Abtei St. Marcellinus & Petrus zu Seligenstadt.

Bei einer Führung am 25. September staunte Stadtführer Lutz nicht schlecht, als sich die Gäste als Familie Molitor bei ihm vorstellten. Christoph Molitor, von Beruf Historiker und Geschichtslehrer, hatte den Familienausflug geplant und die Themenführung gebucht.

Die interessierten Gäste hörten auf ihrem Rundgang Geschichten über Seligenstädter Äbte und über historische Ereignisse in Stadt und Kloster. Der klösterlich gewandete Lutz vermittelte einen lebendigen Einblick in das reiche kulturelle Leben des klösterlich geprägten Lebens bis hin zur Schließung der Seligenstädter Abtei und deren förmliche Übergabe an den hessischen Landgrafen.

Der in Castel bei Mainz gebürtige Abt Molitor war der 78. und gleichzeitig letzte Abt der Benediktiner-Abtei St. Marcellinus & Petrus zu Seligenstadt. Mit der Säkularisation (Verweltlichung des Kirchenbesitzes) ging eine rund 1.000-jährige Abtei-Geschichte zu Ende, die im Jahr 827 n. Chr. mit Basilika-Kirchenbau und Klostergründung durch den fränkischen Adeligen Einhard begann. Der Fürstbischof von Mainz verlor seine weltlichen Besitztümer. Neuer Besitzer der Abtei wurde Landgraf Ludewig X., der spätere Großherzog von Hessen-Darmstadt und bei Rhein.

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