Bewässerungssäcke haben sich bewährt und kommen vermehrt zum Einsatz


Aufgrund der heißen und trockenen Sommer 2018 und 2019 hatte die Stadt Seligenstadt im vergangenen Jahr an der Marktplatzlinde, der die Trockenheit besonders zugesetzt hatte, sogenannte Bewässerungssäcke getestet.

„Diese Bewässerungssystem hat sich bewährt und daher setzen wir dieses System ab diesem Jahr auch an anderen Bäumen, vornehmlich Neupflanzungen, im Stadtgebiet ein“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Rund 120 Wassersäcke befinden sich verteilt im Stadtgebiet. Sie beinhalten ein Reservoir von je 60 bzw. 100 Litern und geben ihren Inhalt langsam und stetig über einen Zeitraum von etwa 24 Stunde ab. Der Vorteil zur bisherigen Individualbewässerung durch Bauhofmitarbeiter mittels eines mitgebrachten Wassertanks ist, dass es keinen Ablauf durch zu schnelle Bewässerung mehr gibt. Das Wasser kann nachhaltiger in den Boden einsickern. Ähnlich einer Tropfbewässerung wird stets eine leichte Wasserabgabe angeboten. Da der Sack nur unter dem natürlichen Wasserdruck steht, fließt anfangs etwas mehr Wasser aus dem Sack, später etwas langsamer. Aber der Boden bleibt viel länger feucht. Die Säcke werden ein- bis zweimal pro Woche gefüllt. Durch ein Reißverschlusssystem können mehrere Säcke verbunden werden und somit auch größere Baumstämme umspannen.

„Das System funktioniert gut. Einziger Nachteil ist, dass für die Säcke sauberes Wasser verwendet werden muss, sonst setzen sich die Poren zu. Also kann kein Teich- oder Regenwasser genutzt werden, gefiltertes Grundwasser allerdings schon“, urteilt Bauhofleiter Harald Ott.

„Ich bin für jede Kanne Wasser dankbar, die unsere Bürgerschaft den Bäumen zu Gute kommen lässt“, betont Erster Stadtrat Michael Gerheim.

 

 

 

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