MainCleanUp-Veranstaltung in Seligenstadt


Plastikmüll, der in Flüssen landet, endet in den Weltmeeren – mit verhängnisvollen Folgen für alle Lebewesen auf diesem Planeten.

„Seligenstadt liegt bekanntlich am Fluss und daher war ich von der bereits erprobten Initiative „RhineCleanUp“ direkt begeistert und denke ganz sicher, dass wir das für unseren Main auch umgesetzt bekommen“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Im Jahr 2018 hat die gemeinnützige Organisation Initiative „RhineCleanUp“ erstmals das Ufer des Rheins und seiner Nebenflüsse von Müll befreit. Die Beteiligung war genau wie die Resonanz sehr groß, zigtausende Helferinnen und Helfer haben mehrere hundert Tonnen Müll gesammelt. Nun wollen die Veranstalter erstmals an dem diesjährigen bundesweiten Aktionstag, dem 11. September, auch den Main von Müll befreien.

Bürgermeister Dr. Bastian bei der Begrüßung der KickOff-Veranstaltung MainCleanUp

Auf der Suche nach Verbündeten stieß Koordinator Willi Kohlmann bei Bürgermeister Dr. Daniell Bastian auf offene Ohren. Am Dienstag dem 22. Juni fand ein Abstimmungstreffen politisch Verantwortlicher aus der Region Untermain in Hessen und Bayern (bis Miltenberg) im Riesensaal statt.

Die Aktion jedes Jahr am 2. Samstag im September beachtet die EU-umweltrechtlicher Vorgaben, Fauna und Flora an den Flüssen im Frühjahr nicht zu stören bzw. zu schonen.

Partner für den ersten „MainCleanUp“ sind bisher das Land Hessen, das Land Baden-Württemberg, das Land Bayern, die Messe Frankfurt, die Stadtverwaltung Frankfurt, das Unternehmen MainTank Wörth, die Deutsche Postcode Lotterie, der VRM-Verlag.

Logo MainCleanUp

Das Team „MainCleanUp“ unterstützt die teilnehmenden Gruppen mit einer zentralen Kommunikation-Plattform, einem Anmeldetool, regionaler Werbung und regionaler Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem werden – sofern erforderlich – auch Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt, Müllsäcke, Handschuhe und Greifer. Die Veranstalter betonten, dass sie keine konkurrierende Veranstaltung zu bereits existierenden Putzaktion sein wollen, sondern ein zusätzliches Angebot. Die Notwendigkeit dazu ergibt sich auch durch die Entwicklung während der Corona-Pandemie. Dazu Joachim Umbach: „Die Vermüllung der Ufer hat durch weggeworfene Masken, to go-Behältnisse und Verpackungsmaterial des Online-Handels erheblich zugenommen.“

Informationen

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per Mail 

oder telefonisch

„Hiermit rufe ich unsere Seligenstädterinnen und Seligenstädter auf, sich möglichst bis zum 31. Juli als Gruppe oder Einzelperson anzumelden und mich beim Müllsammeln zu begleiten. Wir von Seiten der Stadt nehmen aktiv teil und organisieren die Entsorgung der Müllsäcke“, so der Rathauschef.  

„Jährlich landen acht Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren, 80 Prozent davon gelangen über die Flüsse dorthin. Neben der ganz konkreten Möglichkeit, Plastikflaschen, Becher und sonstigen Unrat einzusammeln, zielt unsere Aktivitäten auch darauf ab, die Menschen zum Umdenken zu bewegen. Müll gehört nicht in die Natur, sondern muss sachgerecht entsorgt werden. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, legen wir unsere Aktion so groß an bzw. begleiten wir sie mit einer Medien-Kampagne“, so Willi Kohlmann von Seiten der Organisation MainCleanUp.