Rosenmontagszug verlief weitgehend friedlich


Gut 35.000 feierwillige Narren säumten den Seligenstädter Rosenmontagszug. Wegen der feuchten Witterung fand das Publikum anfänglich nur zögerlich den Weg in die Seligenstädter Innenstadt, bis zum Zugbeginn war es dann aber trotzdem eine stattliche Anzahl.

Ebenso stattlich war, so Erster Stadtrat Michael Gerheim, die Zahl der Helfer von Feuerwehr, THW, DLRG und DRK. Insgesamt rund 150 Einsatzkräfte haben die Rettungsorganisationen für die Sicherheit während des Rosenmontags bereitgestellt. Genauso viele Polizeibeamtinnen und -beamte der Landespolizei sicherten den Umzug bzw. führten Maßnahmen im Umfeld des Zuges durch. Weitere 12 Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei waren auf dem Bahngelände tätig.

Der Heimatbund selbst hatte 116 Security-Kräfte zur Zugweg- und Wagensicherung im Einsatz. Bauhof und Ordnungsamt kümmerten sich mit insgesamt rund 30 Personen um die Absperrung der Stadt und führten Verkehrsmaßnahmen sowie Kontrollen durch.

Die Polizei sicherte das komplette Veranstaltungsgebiet. Einsatzschwerpunkte waren, wie in den vergangenen Jahren auch, der Marktplatz und die Ecke Grabenstraße/Jahnstraße. Zehn Strafanzeigen sowie sieben Ordnungswidrigkeiten-Delikte mussten vom Personal der hiesigen Dienststelle bearbeitet werden. Diese reichten von Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz, über Sachbeschädigungen bis hin zur Körperverletzung. Erfreulich ist, dass im Rahmen von Verkehrsmaßnahmen nur ein Fall von Trunkenheit im Straßenverkehr festgestellt werden konnte. Der Leiter der Seligenstädter Dienststelle, Erster Polizeihauptkommissar Thomas Eck lobte das professionelle Zusammenwirken aller beteiligten Personen und Organisationen.

Die Feuerwehr musste nur zu zwei Einsätzen ausrücken. Seitens der Rettungsdienste und Notärzte wurden insgesamt 59 Personen versorgt, davon 28 in der zentralen ambulanten Behandlungsstelle (ZAB) im Foyer des Riesensaales. Hier stellte die Asklepios-Klinik Seligenstadt dankenswerterweise wieder ärztliches Personal zur Versorgung der Patienten ab. Die Behandlungen reichten von einfachen Schnittverletzungen oder Prellungen, über Alkoholintox, Atemnot bis hin zu zwei schwerverletzten Personen, die direkt an spezialisierte Kliniken zugeführt wurden.

Nach den Ereignissen in Volkmarsen war ein Abbruch des Zuges in Seligenstadt ebenfalls kurzzeitig Thema. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Zugnummern bereits am Endpunkt Bahnhof angekommen und an vielen Stellen hatten die Besucher bereits den Heimweg angetreten. Die Verantwortlichen von Veranstalterseite, Polizei, Feuerwehr und Stadt entschieden daher übereinstimmend, die wenigen verbleibenden Gruppen regulär bis zum Bahnhof laufen zu lassen und den Umzug von dort kontrolliert aufzulösen. Bis dahin sicherte die Feuerwehr mit großen Fahrzeugen das Zugende sowie den Kapellenplatz ab, um damit das Einfahren von Fahrzeugen zu verhindern.

Erster Stadtrat Michael Gerheim und Heimatbund-Chef Richard Biegel danken allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz im Sinne der Sicherheit der Veranstaltung.

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