Sportlicher und kultureller Jahresrückblick aus dem Rathaus


Auf ein sportlich und kulturell vielseitiges Jahr 2019 kann das Sport- und Kulturamt zurückblicken: Zu den bewährten und traditionellen Veranstaltungen betrat das Amt erstmals mit seinen Kinder- und Jugendtheatertagen unter dem Titel „SCHAUhinSPIELmitSELIGENSTADT“ im Oktober Neuland. In Kooperation  mit dem „Kindertheater „Herzstück“ aus Frankfurt und der Kinder- und Jugendschauspielschule „Ausdrucksstark“ aus Aschaffenburg ermöglichte die Stadt den jungen und begeisterten Schülerinnen und Schülern der ersten und vierten Klassen der Alfred-Delp-Schule, der Don-Bosco-Schule, der Emmaschule und der Walinusschule,  an drei Tagen unter professioneller Anleitung Theater erleben und selbst spielen zu dürfen.

Gute Tradition für erfolgreiche Züchter

In guter Tradition durfte Bürgermeister Dr. Daniell Bastian 14 erfolgreiche Kleintierzüchter im Mai auf der Zuchtanlage der Seligenstädter Geflügelzüchter für ihre Leistungen und Erfolge auszeichnen. Die Erfolge der bereits über Jahrzehnte erfolgreichen Züchterinnen und Züchter reichten dabei vom Kreis-, Landes- und Bundesmeister bis hin zum Europameister.

Rathaus beliebter Veranstaltungsort für Lesungen und internationale Treffen.

Mitte Juni erhielt die Stadtgeschichte in Seligenstadt ein zusätzliches und aktuelles Kapitel zur Geschichte der Seligenstädter Juden. So präsentierten Thorwald Ritter und Dr. Hildegard Haas der Öffentlichkeit ihr neues Buch „Stolpersteine in Seligenstadt“. In geübter Weise organisierte das Amt die Lesung im großen Rathaussaal und sorgte für die Bewirtung der Gäste. Zuvor hatte der Magistrat das neue Seligenstädter Buchprojekt mit einem Zuschuss von 4.000 € bedacht.

Der Rathaussaal war auch Treffpunkt der zahlreichen gegenseitigen Besuche der Schülergruppen aus den drei Partnerstädten, die vom Amt vorbereitet wurden.

Zufriedenstellende Bilanz im Freibad trotz Sturm und Zwischenfall - 12-Stunden-Schwimmen ein guter Erfolg

Eine zufriedenstellende Bilanz konnte die Stadt in der abgelaufenen Saison für ihr Freibad trotz eingeschränkter Nutzung nach dem Sturm im August sowie die vorzeitige Beendigung der Freibadsaison durch ein technisches Problem in der Chlorgasanlage präsentieren. So blieben die Einnahmen in Höhe von insgesamt 167.528 € bei einem guten Sommer zwar etwas hinter den Erwartungen des Vorjahres zurück, aber dennoch lag das Ergebnis mit 7.528 € erfreulicherweise über denen im Haushalt 2019 veranschlagten 160.000 €. 

Gut angenommen wurde trotz der unbeständigen Witterung zur Freude der Organisatoren in der abgelaufenen Saison wieder das 12-Stunden-Schwimmen. In ihrer vierten Auflage lockte die Veranstaltung im August mit 166 Teilnehmern und einer Streckenleistung von 725 Kilometern allerdings nicht ganz so viele Schwimmer an wie noch 2018 (230 Teilnehmer/ 788 geschwommene Kilometer).

Stadtarchiv erfreute sich großer Beliebtheit

Das Stadtarchiv ist längst zu einer beliebten Einrichtung geworden, die regelmäßig gerne von Seligenstädter Geschichtsinteressierten aufgesucht wird. So hat die Historikerin Dr. Ingrid Firner in den zurückliegenden 365 Tagen mit größter Sorgfalt die Archivierungsarbeiten im Stadtarchiv weiter vorangetrieben und kann mittlerweile auf einen gut sortierten Bestand zurückgreifen. Immer noch galt und gilt es, wichtige Dokumente einzuarbeiten, die der Archivarin von den einzelnen Fachämtern im Rathaus oder aber aus Privatbesitz angeboten wurden. Die regelmäßigen Öffnungszeiten dienstags, der gute sortierte Bestand sowie die gute Beratung der Archivarin waren die Gründe dafür, dass der Zuspruch bei den Bürgerinnen und Bürgern auch im letzten Jahr wieder etwas zugenommen hat. So fanden mit insgesamt knapp 340 Besucher (300 in 2018) mehr Interessierte denn je den Weg in die Räumlichkeiten im Rathaus.    

Amt koordiniert Belegungen, Arbeitsabläufe und stattet Anlagen aus

Zum Veranstaltungsmanagement gesellen sich im Amt regelmäßig weitere Kernaufgaben. So die Planung und Koordination der Betriebsabläufe im Freibad, der Belegungszeiten in den Sporthallen und auf den Außensportanlagen sowie die Beschaffung von Inventar auf denselben. So galt es im Frühjahr einen neuen Beckenbodenreiniger für das Freibad im Wert von knapp 33.000 € anzuschaffen und im Sommer letzten Jahres die Sportanlage in Klein-Welzheim mit zwei kompletten neuen Sätzen von Jugendfußballtore im Wert von mehr als 7.000 € auszustatten. Des Weiteren liefen im Amt die Fäden für die bereits begonnenen Sanierungsmaßnahmen im Freibad im Rahmen des Landes-Förderprogramms (SWIM) zusammen.

Vereinsvertreter feierten beim Heimatbund

Eine der Höhepunkt im Veranstaltungsjahr der Stadt war der seit den 1990 Jahren regelmäßig stattfindende Vereinsabend, der im Oktober vom Heimatbund ausgerichtet wurde. Mehr als 250 Vereinsvertreter sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft waren der Einladung von Bürgermeister Dr. Bastian und dem Heimatbundchef Richard Biegel in die Heimatbundhalle gefolgt, um gemeinsam zu feiern. Premiere hatte an diesem Abend der neue Film zu den Geleitswochen, der kurz vorher fertiggestellt worden war und von den Gästen begeistert angenommen wurde.

Die Vereinszuschüsse als feste Größe für eine erfolgreiche Vereinsarbeit

Ein Blick auf die vom Fachamt für die musikalischen, sportlichen und kulturellen Belange der Seligenstädter Vereine ausgezahlten Zuschüsse in Höhe von knapp 441.000 Euro macht deutlich, dass der Stadt Seligenstadt an einer erfolgreichen Vereinsarbeit ihrer Vereine auch im abgelaufenen Jahr sehr gelegen war. Im Zuge dessen mussten im Sommer 107 Vereinsförderanträge geprüft und bearbeitet werden. Eine Sonderzuwendung gab es außerdem für die sturmgeschädigten Vereine, die teilweise hohe Schäden auf ihren Vereinsanlagen zu beklagen hatten.

Annemarie Pötzelberger erhielt den mit 1.000 € dotierten städtischen Kulturförderpreis  

Großer Bahnhof für Annemarie Pötzelberger. Im Oktober zeichnete Bürgermeister Dr. Daniell Bastian die Kulturschaffende des Kunstforums Seligenstadt im Großen Rathaus mit dem städtischen Kulturpreis aus. Als langjährige Kuratorin und Leiterin der Galerie „Altes Haus“ hatte sich die Preisträgerin aus Darmstadt besondere Verdienste um Seligenstadt erworben und verhalf in den zurückliegenden knapp drei Jahrzehnten dem ehemaligen Kloster als Ausstellungsraum und der Kunstgalerie in Seligenstadts Altstadt zu einem besonderen Ansehen und einer hohen Akzeptanz. 

Tag des offenen Denkmals hat eine gute Tradition

Seit vielen Jahren ist der Tag des offenen Denkmals eine feste Größe im städtischen Veranstaltungskalender. So gab es dazu im September in der Altstadt in bester Zusammenarbeit mit Seligenstädter Vereinen und der Tourist-Info wieder kurzweilige Führungen und interessante Einblicke in verschiedene Denkmale und Gebäude der Stadt.

Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ konnten die zahlreichen Besucher auf ihren Stadtrundgängen u.a. erfahren, wie sich die Basilika als Klosterkirche architektonisch entwickelt hatte und welche Umbrüche sich in dieser Zeit vollzogen hatten. Ebenso standen die Kirche St. Marien, die Klostermühle, das Rathaus, das Palatium, der Steinheimer Torturm, die Galerie „Alte Haus“, das Regio Museum, die alte Hans-Memling-Schule sowie ausgesuchte Fachwerkhäuser im Fokus.  

Hobbykünstler bereicherten das vorweihnachtliche Treiben in der Stadt

Kulturell ausklingen ließ das Amt das abgelaufene Jahr mit seinem traditionellen Hobbykünstlermarkt im Riesen, der sich unter der Regie der Stadt Seligenstadt zum 22. Mal jährte. Knapp 40 erwartungsfrohe Ausstellerinnen und Aussteller unter Leitung der beiden Künstlerinnen Rosi Albert und Silvia Mühlhauser hatten am ersten Adventswochenende den Riesen mit selbst gefertigtem Handwerk in eine stattliche Künstlermeile verwandelte und zahlreiche Besucher aus nah und fern in die Einhardstadt gelockt.