Jahresblick 2019 aus dem Amt für Stadtentwicklung


Planungsmaßnahmen Bleiche - Stadtwerkegelände – Jahnsportplatz

Anlässlich des Sporthallenkonzepts wurde von der TGS ein Gutachten in Auftrag gegeben, um den Sanierungsbedarf der Halle zu ermitteln. Dieses hat ergeben, dass eine Sanierung und Erweiterung der Halle unbedingt erforderlich, jedoch unwirtschaftlich wäre. Daher wurde eine Bauleitplanung für das Gelände des ehemaligen Jahnsportplatzes in Auftrag gegeben, die auch den Neubau einer Wettkampfhalle beinhaltet. Weitere Planungsziele werden der Erhalt des Grünzugs zwischen Bleiche und Mainufer, die Umgestaltung der Kreuzung Jahnstraße / Ellenseestraße / Kapellenstraße in einen Kreisverkehrsplatz sowie die Errichtung von Wohnbaufläche und Gemeinbedarfsfläche sein. Hierbei wird auch der Ausbau der Konrad-Adenauer-Schule zur Ganztagsschule und eine Rad- und Fußwegeverbindung in Nord-Süd-Richtung berücksichtigt.

Bebauungsplan Nr. 81 „Bahnhofsgelände“

Im Laufe des Planungsverfahrens entschied man sich aufgrund der geänderten Linienführung und der Ausweitung der Buslinien dazu, am Bahnhof eine „Zentrale Busstation“ einzurichten. Der daraus resultierende umfangeiche Abstimmungsbedarf mit der KVG Offenbach führte dazu, dass die Weiterbearbeitung des Bauungsplanes zunächst zurückgestellt wurde. Da nun die Ausbauplanung für die „Zentrale Busstation“ feststeht, kann auch die Bearbeitung des Bebauungsplanes Nr. 81 wieder aufgenommen werden. Zunächst werden die hierfür erforderlichen Gutachten erstellt.

Entwicklung des Wohnbaugebietes „Südwestlich des Westrings“

Die mit der Entwicklung des Wohnbaugebietes beauftrage Entwicklungsgesellschaft hat 2019 mit Hochdruck an dem Projekt gearbeitet. Es wurden diverse vorbereitende Untersuchungen durchgeführt, die in die zu erstellende Machbarkeitsstudie eingeflossen sind. Nachdem die Machbarkeitsstudie positiv ausgefallen war, wurden erste städtebauliche Konzepte erstellt, die die Stadtverordnetenversammlung im Dezember zusammen mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplanverfahren und der Einleitung des Umlegungsverfahrens beschlossen wurden. Auf Grundlage dieser Entscheidung wird im nächsten Jahr das förmliche Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes durchgeführt.

Umgehungsstraße 3. Bauabschnitt

Nach umfangreichen Voruntersuchungen hat HessenMobil den städtischen Gremien im Frühjahr 2019 ein Zwischenergebnis der Trassenplanung vorgestellt. Außerdem fanden im Laufe des Jahres mehrere Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern bezüglich der Trassenführung statt. Da das Gewerbegebiet „Nordring II“ aufgrund des Brückenbauwerks über die Bahntrasse nicht wie vorgesehen über eine Verlängerung der Friedrich-Ebert-Straße an die Umgehungsstraße angebunden werden kann, muss der städtische Bebauungsplan Nr. 54 „Nordring II“ so geändert und erweitert werden, dass eine Anbindung über die verlängerte Wilhelm-Leuschner-Straße erfolgen kann. Das hierzu notwendige Bauleitplanverfahren soll im Laufe des Jahres 2020 durchgeführt werden.

Umlegungen

Bereits im Herbst 2018 wurde mit der Umlegung eines weiteren Abschnitts des „Gewerbegebietes südlich der Dudenhöfer Straße“ begonnen. Hierdurch wird eine zweite Anbindung des Gewerbegebietes an das Straßennetz ermöglicht. Unmittelbar nach Rechtskraft der Umlegung wurde mit dem Straßenausbau begonnen. Der erste Abschnitt des Westrings ist bereits fertig erstellt und die neue Franz-Hell-Straße im Gewerbegebiet, die an den Westring anschließt ist auch bereits kurz vor der Fertigstellung. Im Jahr 2020 schließt sich dann der Ausbau des zweiten Abschnitts des Westrings zwischen Franz-Hell-Straße und dem Kreisel an.

Grundstücksan- und -verkäufe

Da die Stadt Seligenstadt auch im Jahr 2019 keine Wohnbaugrundstücke mehr anbieten konnte, konzentrierten sich die Verhandlungen auf die Vermarktung der Grundstücke in den Gewerbegebieten „Südlich der Dudenhöfer Straße“ und „Nordring II“.

Insgesamt hat die Stadtverordnetenversammlung Verkäufe in Höhe von ca. 1,28 Mio. Euro beschlossen. Zum großen Teil fließen die Einnahmen hierfür erst im Jahr 2020, da die Beurkundungen noch erfolgen müssen. Kassenwirksam wurden immerhin ca. 1,33 Mio. Euro, die zum Teil aus Verkäufen resultieren, die bereits 2018 beschlossen wurden.

Forstwirtschaftliche Unternehmen - Stadtwald

Im Stadtwald Seligenstadt wurden zwei Waldumbaumaßnahmen im Rahmen der naturnahmen Waldbewirtschaftung durchgeführt. Zwei Fichtenbestände, die aufgrund von Stürmen und Borkenkäferbefall bereits abgängig waren, wurden durch Laubbäume ersetzte.

In Abt. 10 B 1 wurden 6400 Stieleichen und 1600 Buchen gepflanzt.

Aufgrund des sehr trockenen Sommers konnten die Pflanzungen erst im Jahr 2019 erfolgen. Die Maßnahme, die rd. 19.000 € kostete, wurde vom Regierungspräsidium mit 11.270 € bezuschusst.

In Abt. 210 A 1 wurden 5120 Stieleichen und 1280 Buchen gepflanzt. Diese Maßnahme, die ca. 16.900 € kostete, wird vom Land mit 50 % bezuschusst.

Das forstwirtschaftliche Unternehmen – Stadtwald hat im Jahr 2019 insgesamt einen geringen Verlust erwirtschaftet. Dies resultiert zum Teil aus den Sturmschäden vom 18. August, die erheblichen Mehrkosten verursacht haben. Außerdem stagnierte der Holzverkauf im Jahr 2019, da HessenForst aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung die Holzvermarktung für die Kommunen in Hessen nicht mehr tätigen darf. Da die einzelnen Kommunen den gewerblichen Holzverkauf weder personell abwickeln können, noch aufgrund der anzubietenden Mengen alleine marktfähig sind, wurde 2019 ein Holzkontor gegründet. In dieser Anstalt öffentlichen Rechts haben sich 32 Kommunen aus dem Kreis Offenbach und dem Kreis Darmstadt-Dieburg zusammengeschlossen. Das Holzkontor „Darmstadt-Dieburg-Offenbach“ wird künftig die Holzvermarktung zentral für alle angeschlossenen Kommunen abwickeln. Zuvor muss diese Einrichtung aber rechtlich und personell installiert werden. Die rechtlichen Voraussetzungen wurden im Laufe des Jahres 2019 geschaffen. Aktuell läuft die Personalbeschaffung. Die Kommunen hoffen, dass das Holzkontor Mitte 2020 seine Arbeit aufnehmen kann.

Seit November 2018 ist unser langjähriger und erfahrener Revierleiter Förster Maier in Ruhestand gegangen. Seinen Platz hat ein junger, engagierter Kollege von HessenForst, Johannes Herrmann, zunächst kommissarisch übernommen. Er wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 die Stelle dauerhaft übernehmen, nachdem er sich gut eingearbeitet hat und auch anlässlich des Sturmereignisses im August gut bewährt hat.

Baumspende Gärtnerei Löwer