Jahresbilanz der Stadtkasse und Kämmerei


Zu den wichtigsten Aufgaben einer Kämmerei zählen die Erstellung der Abschlüsse der Vorjahre und die Aufstellung des Haushaltsplans für das folgende Haushaltsjahr. „Die Stadtkasse führt die Buchhaltung und wickelt den Zahlungsverkehr ab“, erläutert Bürgermeister Dr. Daniell Bastian die Aufgaben im Überblick.

Der Jahresabschluss 2018 mit Anhang und Rechenschaftsbericht wurde von der Kämmerei bis Anfang Juli 2019 erarbeitet. Direkt nach den Sommerferien hat der Magistrat den offiziellen Aufstellungsbeschluss gefasst und den Abschluss der Revision des Kreises Offenbach zur Prüfung vorgelegt. Die Prüfung soll im Januar 2020 beginnen.

Gleichzeitig hat die Stadtverordnetenversammlung die Jahresabschlüsse 2016 und 2017 in ihrer letzten Sitzung des Jahres 2019 einstimmig und ohne Einwände beschlossen und dem Magistrat Entlastung erteilt. Die Abschlüsse waren zuvor ohne jegliche Beanstandung von der Revision geprüft worden.

Die Aufstellung des Haushaltsplans 2020 erfolgte durch die Kämmerei gewohnt routiniert. Beginnend mit der Ermittlung der Bedarfe ab Mai und fortgesetzt mit den Budgetgesprächen zwischen Bürgermeister und Kämmerer Dr. Bastian mit allen Amtsleitern im Sommer, konnte bereits im September dem Magistrat und im Oktober der Stadtverordnetenversammlung der Entwurf des Haushaltsplans 2020 vorgelegt werden. Nach ausführlichen Haushaltsberatungen in den Ausschüssen beschloss die Stadtverordnetenversammlung den Etat Anfang Dezember. Aktuell liegt er der Kommunalaufsicht beim Kreis Offenbach zur Genehmigung vor.

Der Haushalt 2020 ist ausgeglichen und erfüllt alle Genehmigungskriterien. Erfreulich für alle Seligenstädter ist die Tatsache, dass er ohne eine Erhöhung der Steuern und Gebühren auskommt. Trotzdem ist für 2020 die Rekordsumme von 9,2 Mio. Euro für Investitionen enthalten.

Im Jahr 2019 konnte die Verschuldung der Stadt drastisch gesenkt werden. Einerseits durch die laufende Tilgung in Höhe von rd. 370.000 Euro. Andererseits durch die Sondertilgung von sechs Darlehen mit einem Gesamtvolumen von rd. 755.000 Euro. Die Verbindlichkeiten aus Darlehen sanken damit von 3,2 Millionen Euro auf knapp unter 2,1 Millionen Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von nur noch rd. 98 Euro pro Einwohner.

Nach Ansicht des Bürgermeisters ist dies praktizierte Nachhaltigkeit, um heute nicht auf Kosten der nächsten Generation zu leben. Zusätzlich eröffnet die niedrige Verschuldungsquote Spielräume für die Zukunft.

Die Stadtkasse war im vergangenen Jahr überwiegend liquide. Lediglich kurz vor den vier Steuerterminen musste jeweils für wenige Tage ein Liquiditätskredit in Anspruch genommen werden. Die Rückzahlung erfolgte umgehend und zum Jahresende schloss die Stadtkasse mit einem Geldbestand in Höhe von rund 3 Millionen Euro. Darin enthalten ist die gesetzlich geforderte Liquiditätsreserve, die für Seligenstadt rund 840.000 Euro beträgt.

 

 

 

 

Damit wir Ihnen ein optimales Besucher-Erlebnis bieten können, verwendet diese Seite Cookies.