Jahresbilanz 2019 des Amtes für Kinder, Senioren, Sport und Kultur


Das Amt für Kinder, Senioren, Sport und Kultur ist zuständig für die Aufgabenbereiche „Kinderbetreuung“, „Seniorenberatung“ sowie „Sport“ und Kultur“. Es ist - bezogen auf die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - das größte Amt im Rathaus mit mehr als 80 beschäftigten Personen. Für die Bereiche „Sport und Kultur“ sowie „Seniorenberatung“ erfolgten bereits gesonderte Rückblicke auf das vergangene Jahr. In diesem Beitrag soll für den Bereich „Kinderbetreuung“ eine Bilanz des vergangenen Jahres gezogen werden.

Die meisten Beschäftigten des Amtes arbeiten außerhalb des Rathauses in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen Kita Käthe Münch, in der Krippe Minimäuse, der pädagogischen Betreuung an der Emma-Schule sowie der pädagogischen Betreuung an der Konrad-Adenauer-Schule. Dort werden insgesamt ca. 410 Kinder betreut.

Neben der Organisation des Betriebes dieser städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen ist das Amt auch zuständig für die Finanzierung der anderen Kinderbetreuungseinrichtungen in der Stadt Seligenstadt in kirchlicher bzw. privater Trägerschaft. Kirchliche Kinderbetreuungseinrichtungen in Seligenstadt sind die katholische Kindertagesstätte St. Cyriakus in Klein-Welzheim, die kath. Kindertagesstätte St. Margareta in Froschhausen sowie die kath. Kindertagesstätten St. Josefshaus und St. Marien und die evangelischen Kindertagesstätten Regenbogen und Niederfeld in der Kernstadt. Daneben gibt es die Einrichtungen freier Träger, wie die Krippe Burg Wirbelwind, die Kita „Die Wilde 13“ e. V., die Kita Sonnengesang und die Betreuungseinrichtungen an den Grundschulen in Froschhausen und Klein-Welzheim. Die Stadt zahlt in diesen Einrichtungen die nicht gedeckten Betriebskosten. Im Jahr 2019 betrug der Zuschussbetrag mehr als drei Millionen Euro.

„An dieser Stelle gilt mein ausdrücklicher Dank allen kirchlichen und privaten Trägern, die Betreuungseinrichtungen in Seligenstadt betreiben. Sie unterstützen die Stadt bei der Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags maßgeblich durch ihr Angebot und ermöglichen eine Vielfalt in der Betreuungslandschaft“, so Bürgermeister Dr. Bastian.

Die Ermittlung des Betreuungsbedarfes sowie Planung und Koordination des Platzangebotes gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Amtes. In allen Seligenstädter Kinderbetreuungseinrichtungen werden insgesamt knapp 1300 Betreuungsplätze für Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit zur Verfügung gestellt mit weiterhin steigender Tendenz. Die Familien wünschen sich immer früher und immer länger Betreuung für ihre Kinder, des Weiteren hält der Zuzug von Familien nach Seligenstadt weiter an. Dadurch wächst der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder im Krippenalter bis zum Ende der Grundschulzeit stetig und damit auch der Ausbaudruck auf die Kommunen.

Die Stadt Seligenstadt reagiert darauf mit bereits vor Jahren beschlossenen Ausbaumaßnahmen: Im Jahr 2019 konnten die Erweiterung der kath. Kita St. Josefshaus um zwei Gruppen sowie der Neubau der Kita St. Margareta in Froschhausen im Backesfeld mit zwei zusätzlichen Gruppen baulich abgeschlossen werden. Allerdings kann ein Großteil der neu geschaffenen Plätze aufgrund des Personalmangels bei der Erzieherinnen und Erziehern nicht besetzt werden.

Ebenfalls umgesetzt wurde im Jahr 2019 die Erweiterung der Kita Käthe Münch um eine Gruppe. Dadurch konnten 25 weitere Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt mit Beginn des Jahres in die Einrichtung aufgenommen werden.

Im Herbst 2019 erfolgte dann der Start der Kita Sonnengesang in der Schulstraße in Froschhausen auf dem Grundstück, auf dem die Kita St. Margareta vor ihrem Umzug in das Neubaugebiet Backesfeld untergebracht war. Die Kita Sonnengesang ist eine Einrichtung in freier Trägerschaft mit dem Ziel, eine Zertifizierung als Kneipp-Kindergarten zu erlangen und bereichert die Betreuungslandschaft in Seligenstadt. Zunächst konnte die Einrichtung wegen eines Sturmschadens am Gebäude nur eingeschränkt starten. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten, voraussichtlich noch in diesem Monat, wird sie aber mit vier Gruppen betrieben werden können.

„Auch wenn es für die Kommunen aus den genannten Gründen (anhaltender Zuzug, ständig steigender Betreuungsbedarf, leergefegter Erziehermarkt) derzeit sehr schwer bis nahezu unmöglich ist, die Nachfrage an Betreuungsplätzen bedarfsgerecht und zeitnah decken zu können, stellt sich das Amt für Kinder, Senioren, Sport und Kultur dieser Aufgabe mit großem Engagement“, so Bürgermeister Dr. Bastian abschließend.