Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Seligenstadt macht Haltung sichtbar

Stop Gewalt an Frauen

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen 25. November hat Seligenstadt ein klares Zeichen gesetzt: Das Frauenbüro der Stadtverwaltung und das Frauennetzwerk riefen mit einer gut sichtbaren Sprühkreide-Aktion am vergangenen Wochenende auf mehreren Gehwegen der Einhardstadt „STOP Gewalt an Frauen“ in Erinnerung – mitten im öffentlichen Raum, unübersehbar und zum Hinschauen einladend.

Erster Stadtrat Oliver Steidl beteiligte sich an der Aktion, dankte den Initiatorinnen und rief dazu auf, das Thema weiter sichtbar zu halten: „Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jede Frau hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt. Für viele von ihnen gehört Gewalt jedoch zum Alltag und daran dürfen wir uns nicht gewöhnen.“

Auf dem Marktplatz informierte der Verein „Frauen helfen Frauen“ zudem an einem Infostand über seine Arbeit und die ernüchternden Zahlen zur Gewalt gegen Frauen. Deutlich wurde: Gewalt tritt nicht nur als körperliche Übergriffigkeit auf, sondern auch in Form von psychischer Gewalt, Stalking, digitaler Gewalt, wirtschaftlicher Abhängigkeit oder sexualisierter Belästigung – häufig im direkten sozialen Umfeld.

„Viele Betroffene zögern aus Angst oder Scham, Hilfe zu suchen“, so Seligenstadts Frauenbeauftragte Verena May. Deshalb machte die Aktion auch auf vertrauliche Beratungs- und Unterstützungsangebote aufmerksam:
  1. Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 116 016 (24/7, mehrsprachig)
  2. Online-Beratung: hilfetelefon.de
  3. Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen e.V.“: Tel. 06106/13 36 0, info@fhfkreisof.de, Höchstädter Str. 1, 63110 Rodgau
  4. Frauenbüro der Einhardstadt Seligenstadt: Am Hasenpfad 31, Tel. 06182 – 87 4200, Mobil: 0176 46674714