Seligenstadt zeigt Flagge am Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen!“


Seligenstadt zeigt Flagge für Menschenrechte! Die Stadt Seligenstadt beteiligt sich auch in diesem Jahr an den Aktionen von TERRE DES FEMMES, Menschenrechte für die Frau e.V., und  hisst die blaue Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“. Damit setzt die Einhardstadt zusammen mit bundesweit hundert anderen Städten und Gemeinden ein Zeichen.

Mit dem diesjährigen Gedenktag geht die Kampagne „Jetzt Mädchen stärken! #esistnichtallesrosarot“, ins zweite Jahr. Die Rechte und der Schutz von Mädchen rücken dabei in den Fokus. Aus gutem Grund: Es sind besonders Mädchen, die von Frühehen, Genitalverstümmelungen, Mädchenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung und sexualisierter Gewalt betroffen sind. Nach einer Studie der Europäischen Agentur für Grundrechte haben 35 Prozent der interviewten Frauen bereits vor ihrem 15. Lebensjahr physische, psychische oder sexualisierte Gewalt erlebt.

„Ich rufe unsere Schulen auf, sich mit dem leider nach wie vor – auch in Deutschland, auch direkt in Seligenstadt -aktuellen Thema auseinanderzusetzen. Es würde mich ebenso freuen, wenn sich an der Fotoaktion 2019 #esistnichtallesrosarot viele Menschen aus Seligenstadt beteiligen würden“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Fotoaktion zum Gedenktag "Nein zu Gewalt an Frauen"


„Gewalt an Mädchen und Frauen hat viele Gesichter und wird in physischer, sexueller und psychischer Form ausgeübt. Sie reicht von Drohungen, Einschüchterungen und Demütigungen über Schläge, Tritte und Vergewaltigungen bis hin zu Mord. Gewalt im Namen der Ehre, Zwangsverheiratungen, weibliche Genitalverstümmelungen (auch hier in Deutschland!), Frauenhandel und Zwangsprostitution gehören zu der Palette wie digitale Gewalt (unerlaubte Aufnahmen, Datenweiterleitung im Internet oder mittels Handy) und Kontrollverlust durch K.O Tropfen.“ erläutert Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Siglinde Schwab. 

Der Internationale Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal. Am 25. November 1960 wurden sie in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Ihr Mut gilt inzwischen weltweit als Symbol die notwendige Kraft zu entwickeln, um gegen jegliches Unrecht einzutreten. In den Vereinten Nationen ist der 25. November seit 1999 als offizieller Gedenktag anerkannt.