Kulturförderpreisverleihung 2018


Seine Lehrer sagen dem gerade mal 17-jährigen Seligenstädter Saxophonisten Victor Fox schon heute eine große Karriere voraus. Am vergangenen Samstag zeichnete Bürgermeister Dr. Daniell Bastian den jungen Seligenstädter Musiker mit dem mit 1.000 Euro dotierten Kulturförderpreis der Stadt Seligenstadt aus.

Nicht schlecht gestaunt hatte der junge Preisträger über den Auftritt seines Dozenten an der Musikhochschule Mainz, Claudius Valk, der die Feierstunde im Großen Rathaussaal musikalisch eröffnete. Die Stadt hatte den Überraschungsbesuch des Professors für Jazzsaxophon gemeinsam mit Fox´s ehemaligem Musiklehrer Stefan Weilmünster eingefädelt.

In seiner Begrüßung lobte der Rathauschef die rasante Entwicklung des jungen Saxophonisten, der bereits als Teenager zahlreiche Preise auf Kreis-, Landes-, und Bundesebene einheimsen konnte. Er erinnere sich noch sehr gut an seine erste Begegnung mit dem jungen Künstler im Rahmen eines Workshops im Jakobsaal vor zwei Jahren, in dessen Verlauf Fox gemeinsam mit dem weltbekannten US-amerikanischen Saxophonisten und ECHO-Jazz-Preisträger 2015, Branford Marsalis, einige Stücke zum Besten gab.

Angesichts des für einen 17-jährigen Musiker ungewöhnlich langen und mit zahlreichen Preisen gespickten Lebenslaufs, sei es für die städtische Kulturpreisjury und den Magistrat ein Leichtes gewesen, sich im Juni dieses Jahres für den jungen Künstler als Preisträger zu entscheiden, so Bastian.

Stefan Weilmünster, langjähriger Musiklehrer und Wegbegleiter von Fox an der Seligenstädter Musikschule, erinnerte in seiner kurzweiligen und humorigen Laudatio daran, dass ihm sein junger Schüler anfangs nicht durch eine besondere Begabung aufgefallen war. Erstaunt habe ihn aber dessen enorme Zielstrebigkeit, Ausdauer und Fleiß mit der er an die ihm gestellten Aufgaben herangegangen und für die der junge Schüler auch schon mal seine Sommerferien geopfert habe. Erst im Verlaufe der Ausbildung habe Fox in einem rasanten Tempo riesige Fortschritte gemacht und ein musikalisches Niveau erreicht, das längst über dem seiner Altersgenossen und über dem seiner um Jahre älteren Musik- und Orchesterkollegen liege.

In seinem Grußwort freute Stadtverordnetenvorsteher Dr. Richard Georgi sich über das große Seligenstädter Musiktalent und überreichte dem Preisträger eine „Seligenstadt-Tasse“. Neben der regelmäßigen Vereinsförderung sei auch der Kulturförderpreis eine besondere Anerkennung und Zuwendung der Stadt, der unterstreiche, dass ihr an der Kulturförderung im Allgemeinen und an der Unterstützung junger Künstlerinnen und Künstler im Besonderen gelegen sei.

Ehe der Preisträger gemeinsam mit seinem Freund und Musikpartner Darius Heid am Flügel den Festgästen noch einige Stücke präsentierte, bedankte er sich in besonderer Weise bei seiner Familie und seinen Lehrern für deren Unterstützung, natürlich aber auch bei all denjenigen, die ihn auf seinem Weg bisher begleitet haben und noch begleiten werden.