Gedenken an die Pogromnacht von 1938


In Erinnerung an die Pogromnacht vom 9. November 1938 finden am Samstag,  9. November 2019, Gedenkveranstaltungen in Seligenstadt statt.

Im Anschluss an den um 19.00 Uhr stattfindenden  ökumenischen Friedensgottesdienst in der katholischen Kirche St. Marien, lädt die Stadt Seligenstadt zusammen mit den Seligenstädter Kirchengemeinden alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Gedenkveranstaltung um 20.00 Uhr auf den Synagogenplatz in der Frankfurter Straße in Seligenstadt ein.

„Gerade aufgrund des jüngsten Vorkommnisses in Halle, als auf den Tag genau einen Monat vor dem Jahrestag des Pogroms ein junger Mann versucht hat ein Blutbad an Juden am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, anzurichten, ist es besonders wichtig zu erinnern und zu mahnen. Ich hoffe auch und vielleicht im Besonderen in diesem Jahr auf eine große Beteiligung aus der Bevölkerung, um hier ein deutliches Zeichen gegen Judenfeindlichkeit und Hass zu setzen“,  so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian. 

Das Gotteshaus der Jüdischen Gemeinde Seligenstadt wurde um 1870 festlich eingeweiht und befand sich in der Frankfurter Straße an der Ecke Grabenstraße. Sie war das Zentrum des religiösen Lebens der jüdischen Seligenstädter.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 fanden sich fast überall in Deutschland Gruppen zusammen, um jüdische Gottes- und Versammlungshäuser und Geschäfte zu zerstören und anzuzünden. Am Morgen des 10. November 1938 brannte auch die Synagoge der  jüdischen Gemeinde in Seligenstadt völlig nieder.