Schäden durch Borkenkäfer im Seligenstädter Stadtwald/ Aufforstung notwendig


Manch einer wundert sich, wenn er den Seligenstädter Stadtwald betritt: Große kahle Einschläge sind zu erkennen. Der Borkenkäfer hatte bereits in den letzten Jahren Schäden an den dortigen Fichten verursacht. Durch den diesjährigen Jahrhundertsommer hat sich die Situation für die Fichte noch dramatisch verschlechtert. Der Einschlag des vom Käfer befallenen Fichtenholzes ist nach Aussage von Revierförster Maier die einzige Lösung. Der Stadtwald Seligenstadt hat eine Fichtenfläche von 42 Hektar, die voraussichtlich in naher Zukunft mit standortverträglichen und klimaresistenten Bäumen wieder aufgeforstet werden muss.

„Ganz besonders im Umweltbereich wird von unserem Forstamt größten Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz gelegt. Um Wildverbiss zu vermeiden, werden z.B. die in kleinen Gruppen neu angepflanzten Douglasien nicht mehr in Schutzhüllen herangezogen, sondern die zarten Triebe werden mit Schafwolle umwickelt. Diese schreckt wegen ihres starken Eigengeruchs das Wild vom Verzehr der jungen Pflänzchen ab“, erläutert Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Für eine bereits vom Borkenkäferholz gesäuberten Waldfläche wurde auf Initiative des Forstamtes in diesem Jahr eine Ausschreibung für Fördermittel des Landes zwecks Waldumwandlung von der Stadt Seligenstadt durchgeführt. Hier werden auf einer Neukultur von 1 ha insgesamt 6.400 Stieleichen und 1.600 Buchen neu angepflanzt. Allein diese Maßnahme erfordert eine Investition aus dem städtischen Waldwirtschaftsplan von etwa 25.000 €.

„Das Regierungspräsidium Darmstadt hat diesem Förderantrag zugestimmt und bezuschusst diese Waldumwandlung mit circa 11.000 Euro“, so der Bürgermeister.

„Diese Maßnahme ist ein wichtiger Beitrag für die Klimastabilität und Nachhaltigkeit unseres Stadtwaldes“, betont Förster Maier, der gewohnt ist, in Zeiträumen von etwa 200 Jahren zu denken, bis die Eiche ihre Erntereife erreicht.