Schilder gegen Hundekot – Hoffen auf Vernunft der Hundehalter/ 60.000 Hundekotbeutel pro Jahr


Mit einer Schilderinitiative geht Bürgermeister Dr. Daniell Bastian gegen die Verunreinigung durch liegengelassene Hundehaufen in städtischen Grünanlagen vor. Der Rathauschef hofft auf die Einsicht und Vernunft der Halter, „denn die Hunde sind nicht das Problem“.

„Wir haben insgesamt 1.150 angemeldete Hunde in Seligenstadt. Um bei der Entsorgung der Haufen zu helfen haben wir rund 30 Huko-Behälter aufgestellt, die jährlich mit 60.000 Hundekotbeuteln bestück und wöchentlich überprüft bzw. befüllt werden. Dennoch lassen viele Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere einfach liegen. Auch vor Spielplätzen wird hier nicht Halt gemacht“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Daniell Bastian verständnislos.

Wenn die städtischen Gärtner Grünanlagen mähen oder pflegen kommt es immer wieder vor, dass sich diese nach dem Einsatz einer Motorsense zu Hause umziehen müssen, ehe sie ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Beim Jäten ist häufig die Hackbreite größer als der Abstand zwischen zwei Haufen. „Öffentliche Grünanlagen werden zu Hundeklos degradiert“, so das Resümee des Gärtnertrupps.

„Unsere öffentlichen Grünanlagen sollen allen zugänglich sein; Kindern, Erwachsenen  und natürlich auch Hunden. Wenn ein Grünstreifen allerdings vor Hundehaufen für Menschen nicht mehr zugänglich ist, dann ist das egoistisch. Besonders schlimm finde ich, wenn Spielplätze und Gedenkstätten als Gassiplatz missbraucht und die Hinterlassenschaft liegen gelassen wird“, macht der Rathauschef deutlich.