Malteser-Demenzlotsen für Seligenstadt/ Schulung für Mitarbeiter mit Kundenkontakt


Kunden, die im Supermarkt vergessen zu bezahlen; die nicht wissen, was sie kaufen wollten; kein Geld dabeihaben und damit die restliche Kundschaft aufhalten und letztlich verärgern. Szenen wie diese gehören immer häufiger zum Alltag – auch in Seligenstadt und Umgebung. Denn: Erkrankungen wie Demenz sind längst zu einem festen Bestandteil der deutschen Gesellschaft geworden.

Um Menschen mit Demenz zu unterstützen, hat der Malteser Hilfsdienst das Projekt „Demenzlotsen“ ins Leben gerufen. Seit 2015 bereichern geschulte Demenzlotsen in Limburg das öffentliche Leben, darauf folgten die Städte Marburg und Hanau. Und in Kürze soll es auch in Seligenstadt ausgebildete Demenzlotsen geben. Dafür haben sich das SeligenstadtMarketing, vertreten durch Monika Weber, und die Seniorenberaterin  Anke van den Bergh eingesetzt. Am 30. August fand eine erste Präsentation des Projekts durch die Malteser statt. Erfreulicherweise folgten im ersten Schritt 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einladung, sodass verschiedene Unternehmen, Institutionen und Dienstleister vertreten waren. 

„Uns ist dieses Thema ein echtes Anliegen! Deshalb haben wir verschiedene Dienstleister wie beispielsweise Geldinstitute, Ordnungsamt sowie Vertreter aus dem Einzelhandel kontaktiert und dafür geworben, ihre Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt für dieses Thema zu sensibilisieren und zu Demenzlotsen ausbilden zu lassen“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Für Menschen mit Demenz ist es wichtig, gerade im Anfangsstadium der Krankheit, tägliche Routinen wie Einkaufen, Apothekengänge oder in einem Café ein Stück Kuchen zu essen, weiter zu führen. Daher wird nun auch nach weiteren Unternehmen gesucht, die Mitarbeiter zu Demenzlotsen schulen lassen möchten und so die Möglichkeit der Teilhabe von Menschen mit Demenz in Seligenstadt unterstützen.

Hintergrund: Ausbildung zum Malteser Demenzlotsen

Die Ausbildung beinhaltet Informationen, wie demenziell veränderte Menschen denken und handeln, wie man Anzeichen von demenziellem Verhalten erkennt und praktische Tipps, wie mit dem Betroffenen angemessen umzugehen ist.

„Wir bringen den Teilnehmern bei, wie sie auffälliges Verhalten richtig deuten und einordnen können, zeigen ihnen Kommunikationsmöglichkeiten und -formen im Umgang mit Menschen mit Demenz auf und informieren sie über bestehende Hilfsnetzwerke“, so Daniela Herda von den Maltesern, und fügt hinzu: „Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die Steigerung der Lebensqualität von Betroffenen, damit sie länger am öffentlichen Leben in Seligenstadt und Umgebung teilnehmen können.“ Die Malteser engagieren sich seit vielen Jahren im Bereich „Leben im Alter und mit Demenz“ und begleiten deutschlandweit zahlreiche Projekte, so u.a. das Demenzcafé Malta, Besuchs- und Begleitungsdienste für ältere Menschen und vieles mehr.

Kontakt:

Informationen zum Projekt und zur Anmeldung geben die städtische Seniorenberaterin Anke van den Berg, 

Keine Mitarbeiter gefunden.

und Daniela Herda vom Malteser Hilfsdienst