Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet


Wie die Erste Stadträtin Claudia Bicherl berichtet, sind seit einiger Zeit erneut Raupen und Nester des Eichenprozessionsspinners in Seligenstadt festgestellt worden.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners gelten als Schädlinge, da sie Lichtungs- und Kahlfraß an Bäumen verursachen. Sie leben gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Individuen im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche, daher der Name „Prozessionsspinner“. Die Raupen werden bis zu fünf Zentimeter lang.

„Nicht nur für die Natur, sondern auch für den Menschen ist die Raupe des Eichenprozessionsspinners gesundheitsschädlich“, erläutert Erste Stadträtin Claudia Bicherl.

Die sehr feinen Brennhaare der Raupe, welche ein Eiweißgift enthalten, können beim Menschen pseudoallergische Hautreaktionen auslösen. Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen, Husten und Asthma zählen zu den Beschwerden.  Allergische Schockreaktionen sind nicht auszuschließen.

Grundsätzlich sollten die Befallsgebiete vermieden werden. Nach dieser Gefahrenlage ist es besonders wichtig, im Anfangsstadium des Vorkommens des Eichenprozessionsspinners Beseitigungsmaßnahmen zu ergreifen.                                                                                        

Die Bürger sollten aufmerksam und vorsichtig sein im Umfeld von Eichenbäumen. Wer die Raupen sichtet, kann sich an das Umweltamt der Stadt Seligenstadt wenden.

Das Naturschutzgebiet „Kortenbach“ in Froschhausen, „Klinggraben“ in Froschhausen und „Am Sandborn“ in Froschhausen (vor der Unterführung) sollten in der nächsten Zeit, bis entsprechende Maßnahmen zur Beseitigung des Eichenprozessionsspinners erfolgt sind, gemieden werden.