Anhaltende Trockenheit fordert vermehrte Bewässerung durch den Bauhof/ Zweites Wasserfass und Präventivmaßnahmen


„Die anhaltende Hitze stellt unseren Bauhof vor erschwerte Bedingungen. Normalerweise versorgen wir nur Blumenkübel und die neu gepflanzten Bäume und Sträucher mit Wasser. Im Moment müssen unsere Bauhofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter auch die älteren Beete wässern. Hierzu kam jetzt ein zweites Wasserfass zum Einsatz“, erläutert Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Jedes Wasserfass kann 2000 Liter Wasser fassen. Je nach Größe der Beete und Länge der Fahrwege werden somit täglich 15.000 bis 20.000 Liter Wasser zu den Pflanzen befördert. Um besonders die jungen, neu gepflanzten Bäume und Sträucher zu erhalten, wässert der Bauhof derzeit mit zwei Fahrzeugen.

„Trotzdem stellt dies nur eine Notversorgung der Anlagen dar“, macht Bauhofleiter Harald Ott klar. „Wir können unmöglich alle alten Anlagen wässern, dafür sind wir nicht ausgestattet. Der Transport des Wassers ist aufwendig. Die Fässer müssen auf den Fahrzeugen befestigt werden und für den Straßenverkehr zugelassen sein. Das Wasser muss mit Pumpen zu den nötigen Stellen befördert werden und die Fahrzeuge dürfen nicht zu groß sein, um die Anlagen auch befahren zu können. Personell wäre das nicht das Problem, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sonst Rasen mähen, werden nun zum Wässern eingesetzt.“

In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbereichen Umweltamt und Bauamt wurden präventive Maßnahmen ergriffen, um die Pflanzen gegen die Hitze zu schützen. So haben viele junge Bäume einen weißen Schutzanstrich erhalten, der die Verdunstung reduziert und vor Stammrissen schützt. Seit mehreren Jahren pflanzt der Bauhof neue Bäume etwas tiefer, damit die Wurzeln nicht so schnell austrocknen und das Wasser auch zu dem Baum hinlaufen kann. Das ist ein zusätzliches Problem der Trockenheit, die Erdoberfläche wird hart und das Wasser kann nicht so gut in den Boden eindringen. Der Bauhof hat zusätzlich die Arbeitszeit auf 6.00 Uhr morgens verlegt, um der starken Verdunstung in der Nachmittagshitze etwas entgegenzuwirken.

„Ich habe schon einige Bürgerinnen und Bürger beobachtet, die öffentlichen Grünanlagen ein paar Gießkannen Wasser gespendet haben. Es wäre schön, wenn sich diesem Beispiel noch andere anschließen und Bäumen und Pflanzen vor ihrer Haustür etwas Wasser geben, bis die ungewöhnliche Hitze nachgelassen hat“, hofft der Rathauschef.