Zwangspause der Seligenstädter Mainfähre wird mit vorgezogenem Werftaufenthalt zur Generalüberholung genutzt


Nachdem der Fährbetrieb aufgrund der landesweiten Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise und der diesbezüglichen angeordneten Ausgangsperre in Bayern vorübergehend eingestellt wurde, konnten die letzten Vorbereitungen auf die notwendige Generalüberholung der Fähre „Stadt Seligenstadt“ vorzeitig abgeschlossen werden. Die Fähre wird daher bereits am Montag dem 6. April, und nicht wie ursprünglich geplant am 15. April, stromaufwärts in Richtung Erlenbach auslaufen.

Insgesamt war für den Werftaufenthalt eine Summe von rund 75.000 Euro im Wirtschaftsplan der Stadt vorgesehen. Durch den zwangsangeordneten Stillstand der Fähre, wurden bereits einige Arbeiten vorab von den Mitarbeitern der Stadtwerke vollzogen, so dass hier von einer erheblichen Einsparung auszugehen ist.

Die letzte Generalüberholung der im Jahre 1971 in Betrieb genommenen Fähre liegt schon fünf Jahre zurück. Daher müssen eine ganze Menge Arbeiten ausgeführt werden, um die Verlängerung der Betriebserlaubnis durch die Schiffsuntersuchungskommission zu erhalten sowie die Betriebssicherheit auch für die kommenden Jahre zu gewährleisten.

Um die Unterbrechung des Fährbetriebes zeitlich so gering wie möglich zu halten, wurde von den Seligenstädter Stadtwerken eine umfangreiche Liste der durchzuführenden Arbeiten zusammengestellt, die jetzt im Detail während des Werftaufenthalts umgesetzt werden müssen.

Nach einer fachgerechten Inspektion durch die Sachverständigen wird neben einer intensiven Bodenuntersuchung mit Spezialmessgeräten hinsichtlich Dichtigkeit und Stärke, die zahlreichen stark beanspruchten Teile auf Verschleiß untersucht und gegebenenfalls ersetzt.

Die beiden Motoranlagen, die seit der Installation im Jahre 2005 in Betrieb sind, werden während des Werftaufenthaltes ausgebaut und einschließlich der Antriebsaggregate zerlegt, überprüft und gegebenenfalls die festgestellten defekten und verschlissenen Teile ersetzt.

Darüber hinaus müssen die hydraulischen Vorrichtungen der Landungspritschen bis zum letzten beweglichen Teil wie z.B. Zahnketten, Zahnriemen, Haltebolzen, Antriebswellen, Kugellager, etc., überprüft und notfalls ersetzt werden.

„Unsere Betriebsleitung nutzt die Zwangspause der Mainfähre und hofft, alsbald den Betrieb für unsere Fahrgäste wieder aufnehmen zu können“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.
Fähre auf der Werft