Feuchttücher in der Kanalisation führen zur Störungen am Pumpwerk


Der nördliche Stadtteil „Niederfeld“ sowie das Neubaugebiet „Amaliasee“ in Seligenstadt werden über ein sogenanntes Trennsystem entwässert. Hierbei wird über ein gesondertes Leitungssystem das Regenwasser direkt dem Main zugeführt, die häuslichen Abwässer gelangen in die Pumpstation „Steinheimer Straße“ (in Nähe der Tankstelle Sattler). Von dort wird das Schmutzwasser in das Mischwassersystem gepumpt und gelangt dann über Kanal- und Druckleitungen in der Steinheimer- und Jahnstraße zur Kläranlage.

„Unsere Mitarbeiter auf der Kläranlage, auch zuständig und verantwortlich für die Außenstationen wie z. B. die Pumpwerke und Regenüberlaufbecken, beklagen sich in letzter Zeit über immer wiederkehrende Störfälle in der Pumpstation „Steinheimer Straße“. Grund der Störfälle sind verstopfte Pumpen, hervorgerufen durch Textilien wie Feuchttücher und Putzlappen. Solche Dinge gehören wirklich nicht in das Kanalnetz“, ärgert sich Bürgermeister Dr. Bastian.

Abgesehen von möglichen Verstopfungen im Schmutzwasserkanalnetz, die dann mit viel Aufwand beseitigt werden müssen, sind die Betriebsstörungen in der Pumpstation ebenso gravierend. In der Regel sind die großen Schmutzwasserpumpen in ihre Einzelteile zu zerlegen, zu säubern und dann wieder zusammenzubauen.

Ein Aufwand, der nicht sein muss, so Bürgermeister Dr. Bastian und appelliert an die Bewohner, solche Dinge nicht mehr auf den „Entsorgungsweg Kanalnetz“ zu beseitigen.