Rosenmontag 2018 – Lob an alle Sicherheits- und Einsatzkräfte


Der Heimatbund freute sich in diesem Jahr über gut 35.000 Besucher, die sich bei kalten Temperaturen und teils sonniger Witterung des bunten Treibens am Seligenstädter Rosenmontag erfreuten. Manchmal war dieses Treiben aus Sicht der Polizei ein wenig zu bunt. Über 266 auffällige Besucher wurden von den Beamten einer Personenkontrolle unterzogen. Dabei war auffallend, dass bereits im Außenbereich der Veranstaltung junge Menschen im Besitz von Betäubungsmitteln aufgegriffen wurden. Während der gesamten Veranstaltung erhielten 71 gewaltbereite Personen einen Platzverweis und mussten vorzeitig die Heimreise antreten. Die Ermittler leiteten überdies 34 Strafverfahren ein. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot an Beamten vertreten, die aus Sicht der Stadt und des Veranstalters auch erforderlich war, um die öffentliche Sicherheit aufrecht zu erhalten.

Überaus zufrieden zeigt sich Erste Stadträtin Claudia Bicherl über das Zusammenspiel zwischen der technischen Einsatzleitung im Feuerwehrhaus mit den Rettungsdiensten, der Polizei und dem Veranstalter im Rahmen des immer umfangreicher werdenden Sicherheitskonzepts zum Rosenmontagszug. Das in Seligenstadt über Jahre gewachsene Sicherheitskonzept des Veranstalters hat sich wieder einmal bewährt. Insgesamt waren mehr als 500 zumeist ehrenamtliche Helfer von DRK, DLRG, THW, Feuerwehr, Security und Polizeibeamte an diesem Tag im Einsatz.

Die zentrale ambulante Behandlungsstelle wurde erneut am Rosenmontag im Foyer des Riesensaals eingerichtet. Unter der Leitung von zwei Ärzten aus der Asklepios-Klinik versorgte ein gut eingespieltes Team 43 Personen. Die insgesamt 73 Notfälle reichten von einfachen Verletzungen wie Schnitt- und Platzwunden bis zu Kreislaufversagen durch unkontrollierten Alkoholgenuss oder Drogenkonsum. Die meisten Personen konnten im Laufe des Nachmittags wieder entlassen bzw. bei Jugendlichen in die Obhut ihrer Eltern gegeben werden. 13 Patienten mussten zur weiteren medizinischen Versorgung in die Asklepios-Klinik und in weitere umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden.

Die Asklepios-Klinik selbst meldete am gestrigen Abend, dass sich weitere elf Besucher des Umzuges wegen medizinischer Hilfe direkt an die Klinik gewandt hatten. Das Suchthilfezentrum Wildhof war mit Sozialarbeitern vor Ort, um mit alkoholisierten Jugendlichen Aufklärungsgespräche zu führen.

Im Feuerwehrhaus waren zwei Notärzte stationiert, die bei neun Einsätzen im Bereich des Zuges Hilfe leisteten. Am gesamten Zugweg waren Helfer der Rettungsdienste verteilt, die kleinere Blessuren direkt vor Ort versorgten.

Erste Stadträtin Claudia Bicherl erhofft sich für die Zukunft weiterhin den notwendigen Respekt für das Engagement und die Arbeit der Helfer und Ordnungskräfte, ohne deren Einsatz der Rosenmontagszug nicht stattfinden könnte.

Durch das Glasverbot war die Zahl der nach Ende der Veranstaltung eingesammelten Glasflaschen und Scherben ebenfalls wieder im erträglichen Rahmen. Bereits an den Einlassstellen wurde mit entsprechenden Kontrollen das Mitbringen von Glasflaschen unterbunden. Viele Besucher hatten im Vorfeld auf das Glasverbot reagiert und ihre Getränke in Plastikflaschen umgefüllt.

Erste Stadträtin Claudia Bicherl und der Heimatbund Seligenstadt bedanken sich bei allen Organisationen und Helfern für deren tatkräftigen Einsatz. In vielen Fällen waren hier Menschen ehrenamtlich von 11 bis 20 Uhr im Einsatz, einzelne auch noch erheblich länger. Dafür gilt ein besonderes Lob.

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