Corona-Impfung im Kreis Offenbach


Bekanntlich erhalten zurzeit alle Menschen über 80 Jahre vom Land Hessen ein Schreiben mit Informationen über die Durchführung der Corona-Schutzimpfung. Diese soll für die Seligenstädterinnen und Seligenstädter dieser Altersgruppe ab dem 19. Januar im Impfzentrum Frankfurt, sehr zeitnah dann in Heusenstamm stattfinden.

„Unsere Seniorinnen und Senioren stehen mit diesem Schreiben zum Teil leider etwas hilflos da. Angegebene Telefonnummern führen allzu oft ins Leere, Internetkontakte nicht minder. Die Wegstrecke nach Frankfurt oder auch zukünftig nach Heusenstamm ist für Viele eine weitere Hürde“, fasst Bürgermeister Dr. Daniell Bastian zusammen, was er in Gesprächen mit der priorisierten Bevölkerungsgruppe erfahren hat.

Seligenstadts Bürgermeister und die städtische Seniorenberaterin Anke van den Bergh raten allen Angeschriebenen zunächst abzuwarten, bis der erste Ansturm verflogen ist. Die Chance ist dann größer einen Termin zu bekommen, ohne vorher stundenlang in einer telefonischen Warteschleife zu hängen. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich bis dahin die Gefahr einer Ansteckung gut minimieren.

Ist ein Impftermin vereinbart, stellt sich die Frage nach der Erreichbarkeit und den Fahrtkosten.

„Sofern für Sie bereits bei zurückliegenden Arztbesuchen ein Erstattungsanspruch für Fahrtkosten z.B. mit einem Taxi oder Krankentransport bestand (z.B. bei festgestellter Pflegebedürftigkeit), sollte bei der Krankenkasse angefragt werden, ob ein Anspruch auf Fahrtkostenerstattung auch für die Impftermine besteht“, rät Anke van den Bergh.

Lehnt die Krankenkasse eine Erstattung ab, trägt das Land Hessen die Kosten. Hierzu gibt es noch keine abschließenden Informationen seitens des Landes Hessen, wie, und vor allem wo, die Rechnung eingereicht werden kann.

„Auf aktuelle Nachfrage hieß es aus Wiesbaden, dass die Sache in der Bearbeitung ist und eine allgemeine Information umgehend nach Fertigstellung erfolgt. Die Kostenerstattung erfolgt jedenfalls nicht über die Stadt oder den Kreis“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

In den Städten und Gemeinden im Kreis Offenbach selbst gibt es keinen allgemeinen organisierten Fahrdienst, da ja Kontakte gerade beschränkt werden sollen und die Gefahr der Infektion bei einer Fahrt gemeinsam mit anderen zum Impfzentrum besteht.

„Wir wissen, dass sich viele Seligenstädterinnen und Seligenstädter möglichst schnell impfen lassen möchten, aber wir empfehlen allen, die eine längere Wegstrecke nicht auf sich nehmen können, auf die Öffnung des lokalen Impfzentrums in Heusenstamm oder auf eine Impfung beim Hausarzt zu warten“, rät Seniorenberaterin Anke van den Bergh.

Laut Hessischen Ministerium für Soziales und Integration werden in der ersten Phase die Impfungen im Wesentlichen in speziell eingerichteten Impfzentren bzw. durch mobile Teams erfolgen. In der zweiten Phase sollen die Impfungen zu einem großen Teil auch dezentral in Einrichtungen der Regelversorgung (Arztpraxen) durchgeführt werden. Für diese Phase wird davon ausgegangen, dass ausreichend Impfstoffe für ein Impfangebot an die Gesamtbevölkerung zur Verfügung stehen und ein großer Teil der Impfstoffe unter Standardbedingungen gelagert werden kann.

Arzt

Betroffene, die gänzlich immobil sind und auf eine Impfung zu Hause angewiesen sind, können das Formular des Informationsbriefes nutzen. Sie werden dann erfasst und zu Hause geimpft. Das wird jedoch angesichts knapper Impfstoffmengen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Für weitere Rückfragen steht Ihnen das barrierefreie Seligenstädter Seniorenberatungsbüro im Rathaus gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass persönliche Vorsprachen nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache möglich sind. Telefonische Sprechzeiten sind montags bis mittwochs von 8.30-12.00 Uhr und von 14.00 bis 15.30 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 12.00 Uhr und 15.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr.