Jahresrückblick 2017 aus dem Amt für Stadtentwicklung


Planungsmaßnahmen Bleiche - Stadtwerkegelände – Jahnsportplatz

Es wurde ein Auftrag zur Erarbeitung der städtebaulichen Konzepte an ein Planungsbüro vergeben.

„Hier flossen auch die Ergebnisse der studentischen Projektarbeit der Hochschule Geisenheim aus dem Jahr 2014 ein“, betont Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.
Bevor aus den städtebaulichen Konzepten jedoch – soweit erforderlich – die Bebauungspläne für die jeweiligen Bereiche entwickelt werden können, ist die grundsätzliche Frage zu klären, ob an diesem Standort eine größere Sporthalle entstehen soll. Die Anregung hierzu gab die am Jahnsportplatz ansässige TGS Seligenstadt. Daher wurde ein Sporthallenkonzept beauftragt, das am 22.11.2017 der Bevölkerung in einer Bürgerversammlung vorgestellt wurde.

Bebauungsplan Nr. 81 „Bahnhofsgelände“

In der Stadtverordnetenversammlung am 01.02.2016 wurden die im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung eingegangenen Anregungen abgewogen. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich für die Weiterverfolgung eines Bebauungskonzeptes ausgesprochen, das im südlichen Bereich eine Wohnbebauung ermöglicht.

Zwischenzeitlich gibt es Überlegungen, am Bahnhof eine „Zentrale Busstation“ einzurichten. Der daraus resultierende umfangeiche Abstimmungsbedarf mit der KVG Offenbach führte dazu, dass die Weiterbearbeitung des Bauungsplanes zunächst zurück gestellt wurde, bis Näheres über die mögliche „Zentrale Busstation“ feststeht. Ein möglicher Entfall der vorhandenen P+R-Anlage nördlich des Bahnhofs zu Gunsten einer Busstation hat unmittelbare Auswirkungen auf die Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 81, da die wegfallenden öffentlichen Parkplätze im Geltungsbereich des Bebauungsplanes kompensiert werden müssen.

„Es wurden mittlerweile mehrere Planungsvarianten für die „Zentrale Busstation“ erarbeitet und von den Beteiligten diskutiert. Eine abschließende Entscheidung wie die Lösung aussehen soll, wird voraussichtlich 2018 fallen“, so der Rathauschef.

Entwicklung des Wohnbaugebietes „Südwestlich des Westrings“

Die Stadtverordnetenversammlung hat beschlossen, dieses Wohnbaugebiet durch eine externe Entwicklungsgesellschaft entwickeln zu lassen. Mehrere Gesellschaften haben ihr Interesse bekundet und sich und ihre Arbeitsweise in einer außerordentlichen Bauausschusssitzung vorgestellt. Aufgrund des erheblichen finanziellen Umfangs dieses Projektes muss vor der Entscheidung für eine bestimmte Gesellschaft jedoch ein europaweites Vergabeverfahren durchgeführt werden. Mittlerweile wurde eine renommierte Kanzlei gefunden, die die Stadt bei diesem komplexen Verfahren unterstützt. Die europaweite Ausschreibung des Vergabeverfahrens soll im Januar 2018 veröffentlicht werden. Im 1. Halbjahr 2018 soll daraus die Beauftragung eine Entwicklungsgesellschaft resultieren.

Umgehungsstraße 3. Bauabschnitt

Hessen Mobil ist derzeit mit der Erarbeitung des Vorentwurfes befasst. 2016 wurden bereits Bodenuntersuchungen für den geplanten Trassenverlauf durchgeführt. Für die Erarbeitung der Entwurfsplanung unter Berücksichtigung der Entwässerung und des Lärmschutzes ist ein Zeitrahmen von 1 ½ - 2 Jahren angesetzt. Ende 2018 wird mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gerechnet.

Einzelhandelskonzept

Die Stadt hat aufgrund des Stadtverordnetenbeschlusses vom 01.02.2016 die Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes beauftragt. Die Erhebungen und Umfragen wurden im Dezember 2016 abgeschlossen. In einer ersten Arbeitskreissitzung Ende November wurden bereits die ersten Zwischenergebnisse der Umfragen vorgestellt und weitere Arbeitsschritte abgestimmt. Die zweite Arbeitskreissitzung fand Mitte Februar 2017 statt. Das abschließende Einzelhandelskonzept wurde der Stadtverordnetenversammlung im Juli zur Beschlussfassung vorgelegt, was schließlich in der letzten Sitzung im Dezember auch erfolgte.

Erschließungsbeiträge

Nach Abschluss der Ausgleichsmaßnahme für das Neubaugebiet „Schildhecke II“ in Froschhausen wurden 2017 die für den Straßenendausbau und die Ausgleichsmaßnahme entstandenen Beiträge erhoben.

Außerdem wurde für das Neubaugebiet „Im kleinen Feld“ in Klein-Welzheim die letzte Rate für die Erschließung angefordert.

Grundstücks-An- und -Verkäufe

Im Jahr 2017 konnten die letzten noch freien Wohnbaugrundstücke – hauptsächlich im Neubaugebiet Backesfeld – verkauft werden. Derzeit hat die Stadt Seligenstadt keine Wohnbaugrundstücke mehr. Außerdem wurden für die Grundstücke im Gewerbegebiet südlich der Dudenhöfer Straße zahlreiche Verhandlungen mit Interessenten geführt.

Insgesamt hat die Stadtverordnetenversammlung Verkäufe in Höhe von ca. 1,4 Mio. € beschlossen. „Zum Teil fließen die Einnahmen erst im Jahr 2018, da die Beurkundung noch erfolgen muss“, stellt Bürgermeister Bastian fest.

Hans-Memling-Schule

Nachdem das Verwaltungsgericht Darmstadt bereits 2016 entschieden hat, dass die Stadt Seligenstadt einen Rückübertragungsanspruch für das Grundstück und das Gebäude gegenüber dem Kreis Offenbach hat, wurde das Eigentum im Januar/Februar 2017 übertragen.

Die Stadt steht seitdem mit mehreren Interessenten für das Gebäude in Kontakt. Eine Entscheidung über die möglichen Gebäudenutzungen und die damit verbundenen Sanierungs- oder Umbaukosten ist noch nicht gefallen.

Forstwirtschaftliche Unternehmen - Stadtwald

Im Stadtwald Seligenstadt wurden zwei umfassende Wegesanierungen vorgenommen, im Jügesheimer Weg und im Parlamentsweg. Die Aufwendungen betrugen insgesamt rund 16.000 €.

Das forstwirtschaftliche „Unternehmen Stadtwald“ hat im Jahr 2017 insgesamt einen Ertrag von rund 42.760 € erwirtschaftet. Die geplanten Einnahmen konnten aufgrund der guten Holzverkäufe auch in diesem Jahr übertroffen werden.

Im Rahmen der FSC-Zertifizierung des Stadtwaldes Seligenstadt fand im Oktober ein Auditbericht statt, der keine Beanstandungen für den Stadtwald ergab. Jedoch ist der Waldzustand sehr angespannt. Dies sind Auswirkungen des Klimawandels und der Emissionen des Rhein-Main-Gebietes.

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