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Benediktinerabtei

Kloster
Die erhaltene Innenausstattung der Basilika spiegelt die letzte große Blütezeit von Stadt und Kloster: Im 18. Jahrhundert wurde rund um die Kirche eifrig gebaut – und für den Innenraum viel Gediegenes angeschafft. Was davon – wie das schmiedeeiserne Chorgitter, die Altäre oder die Kanzel – die Säkularisation der Abtei im Jahre 1803 überstand, vermittelt noch heute einen Eindruck vom bodenständig-geschmackvollen Kunstverstand der Seligenstädter Mönche.   

Entlang der Klostermauer, vorbei am sandsteinernen Erzengel Gabriel aus der Werkstatt des Mainzer Hofbildhauers Burkhard Zamels, erreicht man am Freihof das Hauptportal der Benediktinerabtei. Hier, am Schnittpunkt des geistlichen und weltlichen Seligenstadt, errichteten die Bürger 1715 ihr erstes öffentliches Schulhaus, einen eindrucksvollen Fachwerkbau .  

Die hinter dem Abteiportal liegende „Klosterstadt" mit ihren Gärten, Wirtschaftshöfen, Vorratskellern, ihren Brunnen und Skulpturen, Mönchszellen und Prunkräumen ist ein Musterbeispiel barocker Klosterarchitektur. Ein vorbildliches Zusammenwirken von kulturwissenschaftlicher Forschung und tatkräftigem Engagement der Bürger trägt dazu bei, das Ensemble der Klostergebäude mit Leben zu füllen und einen Eindruck klösterlichen Wirtschaftens und Alltagslebens zu vermitteln.   

Rekonstruiert wurde das Mahlwerk der Klostermühle von 1574, Taubenschlag, Bienenstock und Schafspferch spiegeln das Wirtschaften der Mönche wieder. Und die ab 1699 errichtete Prälatur, Gäste- und Repräsentationsbau und Wohntrakt des Abtes mit ihren Prachträumen läßt barocke Lebensart spürbar werden. Durch das Portal der „Alten Abtei" betritt man den Konventgarten, das „Kellerhöfchen" mit den Zugängen zu den Weinkellern der Abtei hinter sich lassend.