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Einhardbasilika

Einhard-Basilika
© Foto: Karlheinz Koch 

Untrennbar sind Stadt und Basilika miteinander verbunden. Bereits um 830 begann Einhard, der enge Vertraute und spätere Biograph Karls des Großen, hier in „Obermulinheim“ mit dem Bau einer karolingischen Pfeilerbasilika. Über dem Grab der frühchristlichen Märtyrer Marcellinus und Petrus, deren Reliquien auf verschlungenen Wegen von Rom ins fränkische Reich überführt wurden, errichtete er eine imposante Wallfahrtskirche. Durch die Gläubigen, die zu dieser Kultstätte pilgerten, erhielt die Ortschaft ihren neuen Namen: „Saligunstadt“ – die heil- und trostbringende Stätte.

Das ursprüngliche Mittelschiff der Kirche aus dem 9. Jahrhundert ist uns bis heute erhalten geblieben. Der schlichte romanische Innenraum wurde im 13. Jahrhundert durch eine gotische Choranlage mit mächtigem Vierungsturm ergänzt. Unter dem hohen achteckigen Gewölbe befindet sich heute im Hauptaltar der Silberschrein mit den Reliquien der Märtyrer.

1725 wurde die Basilika anlässlich ihrer 900-Jahrfeier umgebaut und nahezu vollständig im Barockstil ausgestattet. Das neoromanische, historisierende Westwerk, durch das man die Kirche heute betritt, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Seligenstädter Einhardbasilika ist ein Baudenkmal europäischen Ranges. Sie ist die einzige karolingische Kirche nördlich der Alpen, in der bis heute liturgische Gottesdienste gefeiert werden.