Der Main-Radweg
Das Kurmainzer Herz
Der Einhardweg
Der Weg ist mit einem weißen "E" markiert, verlaufen ist unmöglich. Die Route lässt sich in beiden Richtungen erleben, aber nichts spricht dagegen, auf Einhards Spuren zu bleiben und in Michelstadt zu beginnen. Der Bierbrauerort östlich Darmstadts im Herzen des Odenwalds besitzt eine gassenreiche Altstadt und das von Touristen aus aller Welt bewunderte gotische Rathaus aus dem Jahr 1484. Die 827 errichtete Basilika steht in Sichtweite des Bahnhofs, wirkt in der Größe überschaubar, galt aber zu karolingischer Zeit als riesiges Bauwerk.
Deutsche Fachwerkstraße - Fachwerk verbindet
Die Geleitsstraße
Im Mittelalter zogen Kaufmannszüge aus allen Himmelsrichtungen zur Frankfurter Messe. Für die Kaufleute aus Nürnberg und Augsburg führte der Weg durch Seligenstadt. Hier machten sie die letzte Rast, denn Frankfurt war nur noch eine halbe Tagesreise entfernt. Der zurückgelegte Weg war nicht nur beschwerlich, sondern auch ausgesprochen gefährlich. Im angrenzenden, rauhen Spessart lauerten stets zahlreiche Räuber, um bei den „Pfeffersäcken“ – wie die reichen Kaufleute genannt wurden - eine fette Beute zu machen.
Bald wurde es notwendig, für bewaffneten Schutz zu sorgen.
Der Stauferkaiser Friedrich der Zweite nahm die Kaufmannszüge im Jahr 1240 unter seinen Schutz und stellte einen sogenannten „Geleitsbrief“ aus: Von nun an mussten die Landesherren für eine Schutztruppe sorgen, die den Kaufleuten bewaffnetes Geleit gab.
Auch zum Geleitsfest in Seligenstadt begehen über einhundert Kaufleute, in historische Kostüme gekleidet und mit Kutschen, die ca 340 Kilometer langen Reise von Augsburg und Nürnberg nach Seligenstadt über die Geleitsstraße.
Ein besonderer Höhepunkt ist dann der Geleitszug durch die Stadt mit anschließen-dem historischen Löffeltrunk auf dem Marktplatz, zu dem prominente Gäste geladen sind.
Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute
Deutsche Limesstraße - UNESCO-Welterbe - der Limes
Die Deutsche Limes-Straße begleitet den obergermanisch-rätischen Limes vom Rhein bis zur Donau. Die Kastelle wurden größtenteils zu Beginn des 2. Jahrhunderts bzw. in der Jahrhundertmitte gegründet und bestanden bis zum Limesverfall, d. h. dem Ende der römischen Besetzung im Jahr 260/270 n. Chr. Von Rheinbrohl bis Regensburg erstreckte sich der Limes über gute 500 km. Dritter Abschnitt - Von Hungen nach Miltenberg - 136 Km Durch die reizvolle Naturlandschaft der Wetterau geht es in südlicher Richtung. Hier passiert man idyllische Städtchen wie Echzell, Altenstadt oder Erlensee, wo der Radler auf Zeugnisse der römischen Vergangenheit stößt. Und jetzt kann sich der Radler auch von den Steigungen von Taunus und Wetterau erholen. Ab Großkrotzenburg bewegt man sich entlang des Mains, wo bis Miltenberg kaum noch Steigungen zu bewältigen sind. Die Städte Seligenstadt, Aschaffenburg oder Niedernberg sollte man nicht mit dem Fahrtwind vorbeiziehen lassen, sondern auch hier ein bisschen Zeit zum Verweilen mitbringen.


