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Wohn- und Geschäftshaus im neuen Glanz 19.07.2012 


Frankfurter Straße 3
„Ein weiteres gelungenes Beispiel von Altstadtsanierung ist das im neuen Glanz strahlende aus dem 19. Jahrhundert stammende Wohn- und Geschäftshaus in der Frankfurter Straße 3, das im neuen Glanz erstrahlt“, freut sich Bürgermeisterin Nonn-Adams. Ich bin dankbar für das Engagement der Eigentümer, des Denkmalschutzes und des Architekten Bernhard Post. Das heute im Besitz der Fam. Englmann befindliche Gebäude wurde in zeitgenössischem Stil um 1890 in Backsteinbauweise mit konstruktivem Weichholzfachwerk errichtet. Die Fassade war verputzt und mit Stuckelementen, als Gurte und Fenstereinfassungen versehen. Diesen bauzeitlichen Zustand zeigt auch beiliegende Fotografie aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. (Foto 1) Augenfällig sind die kunstvollen kleingliedrigen Schaufenstereinfassungen und die Stuckelemente der Fassade.
Frankfurter Straße 3
Mit Modernisierung des Gebäudes Anfang der 70er Jahre wurden große Schaufenster und glatte Fensterflächen mit einer Sellenberger Muschelkalk Fassadenverkleidung im Erdgeschoss eingebaut. Eine dem Zeitgeist entsprechende Gestaltung (Foto 2).
Frankfurter Straße 3

Nach Auszug des seitherigen Mieters Mitte des letzten Jahres fassten die Eigentümer die jetzt erfolgte grundlegende Sanierung, des in die Jahre gekommenen Hauses ins Auge. Gemäß Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Stadtplanungsamt sollte dem Gebäude seine ursprüngliche Gestaltung soweit wie möglich zurückzugeben werden. Angefangen von einer kleingliedrigen Schaufensterteilung über den Einbau 3-flügliger Fenster im Obergeschoss bis hin zu Stuckeinfassungen und Anpassung der Zierelemente am neuen Dachstuhl, wurde der Altbestand rekonstruiert und die Dacheindeckung der Epoche entsprechend mit Doppelmuldenfalzziegel entsprechend der Gestaltungssatzung der Stadt für den Altstadtbereich eingedeckt. Mit der zwischen Bauherrin, Denkmalschutz und Stadt abgestimmten Farbgebung, fügt sich das Gebäude nunmehr wieder dezent in die umliegende Fachwerkbebauung ein, ohne seine Eigenständigkeit zu verlieren. „Das Ordnungsamt der Stadt sperrte in der heißen Phase der Baumaßnahme die Marktplatzzufahrt, sodass ein geordneter Bauablauf gewährleistet war“, erklärt Architekt Bernhard Post. Mit der Eröffnung eines Geschäftes am 01.08.12, geht eine fünfmonatige Bauphase zu Ende, die von guter Zusammenarbeit mit den Behörden und viel Verständnis der Nachbarn und Verkehrsteilnehmer geprägt war. Dank sei in diesem Zusammenhang auch den aus Seligenstadt und der Umgebung stammenden Handwerkern und Firmen gesagt, die termingerecht die Baumaßnahme umgesetzt haben.

„Ein weiteres Gebäude im Altstadtgefüge konnte somit für die Zukunft erhalten werden, auch dank des Könnens und der Erfahrung der aus Seligenstadt und Umgebung stammenden Handwerker und Baufirmen“, so das Resümee der Bürgermeisterin.